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Wohnraum für Flüchtlinge gesucht: Gemeinde Bestwig startet Aufruf an Bürgerschaft

Published: 18. Juli 2022

Bestwig. Um den Zustrom von Flüchtlingen bewältigen zu können, ist ein Schulterschluss der gesamten Gesellschaft notwendig. Das gilt auch für die Gemeinde Bestwig: Die Gemeindeverwaltung appelliert an die Bürgerinnen und Bürger, Wohnungen für ankommende Flüchtlinge zur Verfügung zu stellen.

Seit März 2022 sind rund 110 Menschen, die vor Krieg, Gewalt oder Verfolgung geflohen sind, in der Gemeinde Bestwig untergebracht worden, so Claudia Schmitten, Leiterin des Bestwiger Bürgeramtes. Davon haben 97 Menschen in der Ukraine gelebt. 12 Asylbewerberinnen und -bewerber kommen auch aus anderen Staaten - zum Beispiel Iran, Irak oder Syrien. Auch für die kommenden Wochen sind im Bestwiger Bürger- und Rathaus weitere Zuweisungen von Asylbewerbern angekündigt worden. So werden in der nächsten Zeit 25 Menschen erwartet - vor allem aus Syrien. Gemeinsam ist den Menschen, dass sie vor Krieg oder Verfolgung in ihrer Heimat geflohen sind und nun ein „Dach über dem Kopf benötigen“.

Bislang konnten diese Menschen in gemeindeeigenen Wohnheimen oder Wohnungen, die von größeren Wohnungsbaugesellschaften oder privaten Wohnungseigentümern angemietet wurden, untergebracht werden. Diese Möglichkeiten seien nun allerdings erschöpft - Claudia Schmitten: „Damit auch künftig niemand auf der Straße stehen muss, sind wir dringend darauf angewiesen, auch weiterhin Wohnungen auf dem privaten Markt anzumieten.“

„Menschen, die vor Krieg und Vertreibung flüchten und der Gemeinde Bestwig zugewiesen werden, können aus vielen Regionen der Welt stammen. Und natürlich gibt es auch Einzelpersonen, die untergebracht werden müssen“, weiß Claudia Schmitten. Daher ist die Gemeindeverwaltung dankbar für jede Wohnung, die angeboten wird - unabhängig von Größe und Zuschnitt. Eine (Teil-)-Möblierung ist dabei von Vorteil. Besonderer Bedarf besteht derzeit an Wohnungen, die geeignet sind, um dort zwei bis drei Personen unterzubringen. Der Wohnraum wird direkt durch die Gemeinde Bestwig angemietet, falls er sich als geeignet erweist. Zimmerangebote bei gleichzeitiger Mitnutzung von Küche und Bad sind aus der Erfahrung heraus für eine kurze Zeit zielführend – aber nicht auf Dauer geeignet.

Auch Bürgermeister Ralf Péus appelliert an die Bürgerinnen und Bürger, freie Wohnungen der Gemeindeverwaltung zu melden. Auf diese Weise gebe es die Möglichkeit, Menschen Solidarität und Hilfe zu erweisen, die Opfer von Krieg, Gewalt oder Vertreibung geworden sind: „Jetzt haben wir die Chance, direkt vor Ort zu zeigen, dass diese Menschen hier bei uns willkommen sind.“
Ansprechpartnerin für Wohnungsangebote sowie weitere Informationen ist im Bürger- und Rathaus Claudia Schmitten unter 02904/987-130 oder unter claudia.schmitten@bestwig.de per E-Mail.

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