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Verträge unterzeichnet: „WaldLokal“ sorgt für 7.250 junge Bäume bei Ramsbeck

Published: 10. Mai 2022

Ramsbeck/Bestwig. Klimawandel, Borkenkäfer und Trockenheit zum Trotz: Es ist eine Mammut-Aufgabe, die Wälder im Sauerland klimastabil aufzuforsten. Aber auch hier gilt: Wenn viele Menschen mitmachen, ist eine große Herausforderung leichter zu schultern. Die Gemeinde Bestwig macht dabei mit - und beteiligt sich an der Initiative “WaldLokal”. Im Herbst werden rund 7.250 junge Bäume auf einer gemeindlichen Waldfläche im Bereich “Im Hecken” bei Ramsbeck gepflanzt. Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen, aber auch Schulen und Vereine können das Projekt unterstützen.

Bürgermeister Ralf Péus sowie Vertreter der Waldlokal gGmbH haben jetzt entsprechende Verträge unterzeichnet. Die Fläche „Im Hecken“ ist knapp drei Hektar groß und befindet sich an der Ramsbecker Ortsgrenze oberhalb der Wilhelmine-Lübke-Grundschule sowie des Sportplatzes. Früher wuchsen dort Fichten, erläutert Friedhelm Koch, Umwelt-Ingenieur der Gemeinde Bestwig: „Aufgrund des Borkenkäferbefalls mussten sie aber fast vollständig abgeholzt werden.“

Die nun kahle Fläche macht augenscheinlich, wo die Initiative „WaldLokal“ ansetzen will. „Komm rein, pflanz doch einen mit!“ soll das „Rezept“ zur lokalen Wiederaufforstung werden. „Wir wollen Menschen zusammenbringen, die sich für den lokalen Wald interessieren“, erläutert Waldlokal-Geschäftsführer Mario Ernst. Denn das WaldLokal will zum Netzwerk werden: Bürgerschaft, Vereine, Schulen oder andere Gruppen können sich an der klimastabilen Wiederaufforstung mit Spenden beteiligen. Auf der Homepage www.waldlokal.com finden Interessierte verschiedenste Möglichkeiten, die große Aufgabe mit zu schultern.

Zahlreiche HSK-Kommunen machen bereits beim „WaldLokal“ mit - ebenso wie der Landesbetrieb „Wald und Holz“ sowie zahlreiche Unternehmen. Auch in anderen Städten und Gemeinden in Südwestfalen gibt es bereits „WaldLokale“. Ziel sei es, 100 Millionen junge Bäume in Südwestfalen zu pflanzen, unterstreicht Mario Ernst.

Rund 7250 davon sollen sich künftig in Ramsbeck in den Himmel recken. Den Schwerpunkt dabei werden Rotbuche und Traubeneiche bilden, aber auch Bergahorn, Kirsche, Weißtanne und Edelkastanie sind dabei. Ziel sei die Entwicklung eines klimastabilen und vielfältigen Mischwalds, der auch mit den klimatischen Bedingungen künftiger Jahrzehnte gut zurechtkomme, erläutert
Revierförster Michael Eilinghoff vom Regionalforstamt Soest-Sauerland in Rüthen, der diesen Plan auch zusammengestellt hat. Für die Gemeinde Bestwig ist die Beteiligung am WaldLokal ein Baustein, um den Gemeindewald vielfältig und klimastabil aufzustellen, ergänzt Friedhelm Koch.

Gepflanzt werden soll “Im Hecken” im Herbst dieses Jahres. Interessierte Bürgerinnen und Bürger, Vereine, aber auch Unternehmen können sich mit Spenden an diesem Projekt beteiligen. Für die Aufforstung gebe es bereits einen guten Grundstock, erläutert Mario Ernst - weitere Spenden sind aber stets willkommen: „Je mehr Menschen und Unternehmen mitmachen, desto mehr können wir aufforsten.“ Zu tun gebe es auf jeden Fall genug: „Das ist eine Wahnsinns-Aufgabe für die Region.“

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