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Photovoltaik entlang der A46: Erstes Projekt geht an den Start

Published: 25. Mai 2022

Bestwig. Die ersten Schritte für Photovoltaik-Freiflächenanlagen entlang der A46 in der Gemeinde Bestwig werden getan: Der Gemeindeentwicklungsausschuss hat beschlossen, ein Verfahren zur Änderung des Flächennutzungsplanes einzuleiten. Ziel ist es, die Voraussetzungen für die Erzeugung von „Energie aus der Kraft der Sonne“ auf der Alfert südlich der A46-Rastplätze zu schaffen. Und wenn es nach dem Willen der Ausschussmitglieder geht, sollen weitere Projekte folgen.

Hintergrund: Ein Flächeneigentümer aus Ostwig möchte auf einem rund 2,8 Hektar großen Areal südlich der A46 - aktuell eine Weihnachtsbaumkultur - eine Freiflächen-Photovoltaikanlage errichten. Dies wäre das erste Vorhaben, das nach dem Beschluss des Gemeindeentwicklungsausschusses aus dem März, Photovoltaik entlang der A46 zu unterstützen, auf den Weg gehen würde.

Auch andere Investoren hätten im Bürger- und Rathaus bereits Interesse an vergleichbaren Projekten signalisiert, informierte Markus Sommer, Vorsitzender des Gemeindeentwicklungsausschusses, in der jüngsten Sitzung des Gremiums. Allerdings: Flächeneigentümer, die entsprechende Grundstücke bereitstellen wollen, haben sich bislang noch nicht gemeldet. Deshalb will die Gemeinde Bestwig nun alle in Frage kommenden Eigentümer ermitteln und über die Planungen informieren. Dabei soll es auch die Möglichkeit geben, sich auf eine Liste setzen zu lassen, die dann an potenzielle Investoren weitergegeben werden soll. Ebenso wird auf den Wunsch hingewiesen, Bürgersolarparks umzusetzen - also die Bürgerinnen und Bürger an den Erträgen solcher Projekte zu beteiligen.

Im Ausschuss stieß dieses Vorgehen auf einhellige Zustimmung. Es sei richtig, auf die Eigentümer zuzugehen, so SPD-Fraktionschef Paul Theo Sommer: „Das bringt sie mit den Interessenten zusammen.“ Alexander Brockhoff, Vorsitzender der CDU-Fraktion, freute sich über den Start des ersten Projektes. Mit der Leistung dieser Anlage könnten - rein rechnerisch - rund 795 Haushalte mit Strom versorgt werden: „Das macht 12 Prozent der Haushalte im Gemeindegebiet aus.“ Auch Judith Clancy (Bündnis 90 / Die Grünen) begrüßte das aktive Zugehen auf die Flächeneigentümer - es sei wünschenswert, dass von deren Seite mehr Bereitschaft zu solchen Projekten entstehe.

Wünschenswert sei es nach den Worten aller Fraktionen ebenfalls, den Bau von Photovoltaik-Anlagen möglichst schnell umzusetzen. Hier musste allerdings Jörg Stralka, Leiter des Bestwiger Bau- und Umweltamtes, etwas „Wasser in den Wein gießen“: Man sei an die aktuelle Rechtslage gebunden – und die sehe vor, sowohl den Flächennutzungsplan zu ändern wie auch einen Bebauungsplan aufzustellen. Mit allen nötigen Verfahrensschritten „werden wir dann wohl rund 1,5 Jahre aushalten müssen.“

Solche Zeitfenster seien „schwer vermittelbar“, bedauerte Alexander Brockhoff. Einig waren sich alle Fraktionen aber darin, auf lokaler Bestwiger Ebene alles zu tun, um die Verwirklichung solcher Projekte maximal zu erleichtern.

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