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Nach 21 Jahren Stabilität: Höhere Abfallgebühren in der Gemeinde Bestwig

Published: 20. Dezember 2021

Bestwig. Höhere Kosten für die Abfallbeseitigung und steigende Müllmengen: Auf die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Bestwig kommen im Jahr 2022 höhere Abfallgebühren zu - nach insgesamt 21 Jahren Gebührenstabilität. Weil aber die angestiegenen Kosten nun nicht mehr aufzufangen sind, haben die Mitglieder des Bestwiger Gemeinderates einstimmig beschlossen, die Abfallgebühren anzupassen.

Konkret müssen die Einwohnerinnen und Einwohner dann 84,32 Euro pro Person für die Abfallentsorgung zahlen. Bislang waren es 72,20 Euro. Schon seit Jahresbeginn 2021 muss die Gemeinde Bestwig höhere Gebühren für die Entsorgung oder Verwertung an den Abfallbetrieb des HSK (AHSK) „berappen“, erläutert Friedhelm Koch, Umwelt-Ingenieur der Gemeinde Bestwig: Bei Rest- und Sperrmüll ergibt sich eine Kostensteigerung um 19 Prozent, bei Bioabfällen sogar um 25,5 Prozent. „Unterm Strich“ kommen so auf den Gebührenhaushalt jährliche Mehrausgaben von rund 108.000 Euro zu. Aktuell befinden sich aber nur noch 55.000 Euro im „Gebührentopf“ - ein vollständiger Ausgleich allein der Mehraufwendungen für Deponierung und Verwertung ist damit nicht mehr möglich.

Hinzu kommen steigende Abfallmengen: Wie im Bundes-Durchschnitt ist auch in der Gemeinde Bestwig seit Beginn der Corona-Pandemie ein verändertes Konsum- und Freizeitverhalten zu beobachten. Allein die Kosten für die Papierkorbentleerung steigen um 4.000 auf dann 27.000 Euro. Und auch bei den Haushaltsabfällen rechnet man im Bürger- und Rathaus mit Mehr-Aufwendungen von gut 28.000 Euro. Die Einspar-Potenziale bei den Abfallgebühren sind nach vielen Jahren Stabilität nun ausgereizt - da der AHSK ab 2023 mit weiter steigenden Deponiegebühren rechnet, werden auch die Abfallgebühren tendenziell unter Druck bleiben.

Weiter Stabilität herrscht dagegen bei den Winterdienstgebühren - sie sollen auch im kommenden Jahr 3 Cent je Quadratmeter Grundstücksfläche betragen. Hintergrund: Der „Gebührentopf“ - also die Rücklage - ist beim Winterdienst aktuell gut gefüllt. Und obwohl auch hier die Kosten tendenziell steigen, soll die Rücklage nun in Form stabiler Gebührensätze an die Bürgerinnen und Bürger quasi „zurückgegeben“ werden - dazu sind Kommunen durch das Land NRW auch gesetzlich verpflichtet.

Umschichtungen sind dagegen bei den Friedhofsgebühren beschlossen worden. Hintergrund: Jede Dienstleistung muss einzeln kalkuliert werden - “deshalb kann es auf der einen Seite zu Mehrbelastungen, auf der anderen Seite dagegen zu Gebührensenkungen kommen”, erläutert Bürgermeister Ralf Péus.

 

Übersicht über die kommunalen Gebührensätze:

 

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