Nicht nur die Ruhr, sondern auch zahlreiche Bäche durchziehen die Täler des Sauerlands. Dank umfangreicher Renaturierungsmaßnahmen der Kommunen, des Hochsauerlandkreises und der Bezirksregierung sind fast alle Gewässer „barrierefrei“. In den letzten Jahren wurden alte Wehre beseitigt und Fischtreppen dort gebaut, wo immer noch durch Wasserkraft „grüner Strom“ gewonnen wird. An vielen Stellen mäandern die Bäche wieder und dienen den heimischen Fischarten als Laichgewässer.

Der hierdurch entstehende Fischreichtum freut den Spaziergänger – und den Fischereiberechtigten. Denn nicht jeder darf seine Angel in die Bäche und Flüsse halten, sondern Fischereiberechtigte sind seit den 1970er Jahren die Fischereigenossenschaften, die für die Eigentümer – Uferanlieger bzw. die Inhaber sog. selbständiger Fischereirechte – die Gewässer verwalten.

Auf dem Gebiet der Gemeinde Bestwig und teilweise der Stadt Schmallenberg ist es die „Fischereigenossenschaft Ruhr-Valme-Elpe“, die zu einem gemeinschaftlichen Fischereibezirk zusammengeschlossen ist. Möchte jemand in einem der Gewässer angeln, so kann er dieses tun, in dem er einen der 23 Fischereibezirke für die Dauer von 12 Jahren pachtet.

Der Zuschnitt dieser Fischereibezirke ist gänzlich unterschiedlich – während man die drei Gewässerabschnitte in der Ruhr und auch die Obergräben der Wasserkraftanlagen als wirkliche „Angelgewässer“ bezeichnen kann, so sind gerade die kleineren Bäche insbesondere in den quellnahen Lagen für denjenigen interessant, der dort mit der Angel über der Schulter spazieren gehen möchte.

Derzeit stehen mehrere Gewässerabschnitte im Bereich der Fischereigenossenschaft Ruhr-Valme-Elpe zur Verpachtung an. Hierzu zählen die Ruhr beginnend ab Einmündung Valme bis Katastergrenze Ostwig/Nuttlar einschl. Ober- und Untergraben RWE Alfert, die Valme im Bereich von Bödefeld sowie an der Einmündung in die Ruhr und die Elpe in Ostwig und Gevelinghausen. Und auch kleinere Bächer wie Schlehbornbach, Schormecke sowie die Brabecke stehen zur Neuverpachtung offen.

Interessenten können sich wenden an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.