Eines der größten Museen der Region, den einzigen Freizeitpark im Hochsauerland sowie ein weltweit bekanntes Ziel für Taucher - in der Gemeinde Bestwig gibt es Angebote, die sich nirgendwo sonst finden. Damit die Akteure an Ruhr, Valme und Elpe künftig noch stärker „an einem Strang ziehen“ können, soll nun ein Marketing-Konzept entstehen. Jetzt fand ein Auftakt-Treffen statt.

 

„Bergbau - Natur - Erlebnis“ - dieses Alleinstellungsmerkmal hat sich die Gemeinde Bestwig schon vor Jahren gegeben. Und es werde auch mit Leben gefüllt, unterstreicht Norbert Arens, Geschäftsführer der Touristischen Arbeitsgemeinschaft "Rund um den Hennesee": "Wir haben hier thematische Einrichtungen in einer Dichte, die unglaublich ist.“ Für den Bergbau stehen das Erlebnisbergwerk Schieferbau Nuttlar und das Sauerländer Besucherbergwerk in Ramsbeck, die Natur findet man auf dem Bestwiger Panoramaweg oder dem Bergbauwanderweg in Ramsbeck wieder, und jede Menge Erlebnisse gibt es etwa im Freizeitpark Fort Fun. Und sehr oft, so Norbert Arens, gebe es Schnittmengen - thematisch, aber auch bei den Besucherinnen und Besuchern.

 

„Deshalb ist es wichtig, dass wir eine Zusammenarbeit noch stärker etablieren“, betont Bürgermeister Ralf Péus. Gemeinsam habe man deshalb ein LEADER-Projekt angestoßen, um ein Marketing-Konzept mit Blick auf das Alleinstellungsmerkmal zu erarbeiten. Mittlerweise gibt es „grünes Licht“ - in den kommenden Monaten stehen insgesamt 20.000 Euro für den Schulterschluss der Akteure in der Gemeinde Bestwig bereit. 80 Prozent dieser Summe stammen aus Fördermitteln der Europäischen Union; die restlichen 20 Prozent steuert die Gemeinde Bestwig dabei.

 

„Jeder hat bislang mehr oder weniger ,für sich gemacht‘“, erklärt auch Friederica Ihling, Leiterin des Sauerländer Besucherbergwerks Ramsbeck. Es gebe in der Gemeinde viele Attraktionen, tolle Gastgeber und jede Menge zu erleben - „Ziel ist es, dass wir gemeinschaftlich mehr daraus machen.“ Erarbeitet werden soll das Konzept von der ift Freizeit- und Tourismusberatung in Köln. Eine Projektbetreuerin mit Arbeitsschwerpunkt Industriekultur wird in den kommenden Wochen die Ist-Situation der verschiedenen Akteute analysieren und anschließend Gespräche vor Ort führen. Bei Interesse können die verschiedenen Einrichtungen auch ihre Gäste nach Motiven, Eindrücken und Wünschen befragen. „Wie kann unser Markenkern bekannter gemacht werden?“ - diese Frage steht im Zentrum eines Workshops, der Anfang September mit allen Beteiligten stattfinden wird. Das fertige Konzept mit konkreten Handlungsempfehlungen soll noch im Spätherbst vorliegen.

 

„Es ist um so besser, je mehr Akteure ihre Vorstellungen und Wünsche einbringen“, betont Friederica Ihling. Norbert Arens wünscht sich, dass die konzeptionelle Arbeit der Einstieg in eine langfristige Entwicklung wird. „Wenn wir ein gutes Konzept gemeinsam in die Tat umsetzen können, werden am Ende alle Akteure gestärkt“, so die Erwartung von Bürgermeister Ralf Péus.