Der Bestwiger Bahnhof soll als „Mobilitäts-Knotenpunkt“ zwischen Bahn- und Bus-Verkehr auf der einen sowie Individualverkehr auf der anderen Seite weiterentwickelt werden. Deswegen sollen im kommenden Jahr zehn abschließbare Fahrradboxen am Bahnhofsvorplatz entstehen. Der Gemeinderat hat jetzt einstimmig beschlossen, einen entsprechenden Förderantrag bei der Bezirksregierung Arnsberg zu stellen.

Hintergrund: Durch den wachsenden Anteil der E-Bikes sowie die große Popularität des RuhrtalRadwegs nimmt auch der Radverkehr in der Gemeinde Bestwig weiter zu. „Von abschließbaren Fahrradboxen können sowohl Einheimische wie auch Besucher profitieren“, erläutert Bürgermeister Ralf Péus. Pendler aus dem Gemeindegebiet könnten zum Beispiel ihre Räder am Bahnhof deponieren und dann mit Bus oder Bahn weiterfahren; Touristen hätten die Möglichkeit, die Fahrradboxen zu nutzen, um Bestwig einen Besuch abzustatten.

Wichtig: Die Fahrradboxen sollen abschließbar sein. Ratsmitglied Bernd Lingemann (SPD) regte an, sich mit dem Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) in Verbindung zu setzen - dort arbeite man an aktuell an einer landesweiten Lösung. Winfried Gerold, Vorsitzender der CDU-Fraktion, ergänzte, dass es bereits beim Zweckverband VRL, der Verkehrsgemeinschaft Ruhr-Lippe, ein einheitliches System gebe - der NWL brauche sich hier lediglich anzuschließen. Bürgermeister Ralf Péus sagte zu, in Sachen Schließsystem Kontakt mit dem NWL aufzunehmen.

Einig war man sich darüber, für das Projekt 40.000 Euro an Finanzmitteln für den Haushalt des Jahres 2020 vorzusehen und einen Förderantrag zu stellen. Sollte dieser vom Fördergeber befürwortet werden, könnten 70 Prozent der Summe als Fördermittel fließen.

 

 Bestwig Bahnhof Lokdenkmal