Bestwig. Großes Engagement - und mindestens genau so große Herausforderungen: Vor dieser Situation stehen viele Vereine im heimischen Raum. Um die Vereine - und die Menschen - die sich in ihnen engagieren „fit zu machen“ für diesen Weg in die Zukunft, haben die Gemeinde Bestwig und die Stiftung Bestwig jetzt zu einem Kurzseminar „Der erfolgreiche Verein“ eingeladen. Das Ziel: „Wir wollen Menschen für freiwilliges bürgerschaftliches Engagement unterstützen und qualifizieren“, so Bürgermeister Ralf Péus.

Mit Erfolg: Rund 20 Vertreter von Vereinen und Organisationen im Bestwiger Gemeindegebiet waren ins Bürger- und Rathaus gekommen, um von Michael Blatz Ideen und Impulse für die Vereinsarbeit zu bekommen. Der Referent ist freier Unternehmensberater und Trainer, der - als ausgewiesener Mann der Praxis - viele Jahre lang entsprechende Führungspositionen in der freien Wirtschaft bekleidet hat

Schwierigkeiten, neue Mitglieder - insbesondere bei den Jüngeren - zu gewinnen und Vakanzen bei wichtigen Funktionsträgern waren denn auch zwei der wichtigsten Punkte, bei denen den heimischen Vereinen „der Schuh drückt“. Um hier gegenzusteuern, wünschen sich die Vereinsvertreter vor allem Qualifizierungsangebote vor Ort - etwa in Sachen „Führung und Motivation“ und Teamentwicklung, aber auch zu Themen wie Vereinsrecht und Projekt- sowie Konfliktmanagement.

Ein Patent-Rezept für erfolgreiche Vereinsarbeit und ehrenamtliches Engagement gebe es nicht, so Michael Blatz. Sehr wohl gebe es dagegen eine Fülle von Möglichkeiten und Mitteln, die von einem Verein - je nach Bedarf - genutzt werden können. Eines davon: ein gezieltes Vereinsmarketing. Referent Blatz verglich es mit einem Puzzle: “Es gilt, die einzelnen Teile so zusammenzusetzen, dass sie nach außen ein rundes Bild vom Verein ergeben.”

Einem guten Marketing nach außen muss eine “gute Führung” nach innen entsprechen. Grundlage dafür sei Vertrauen, so Michael Blatz - mit Vertrauen als Basis könne man sich Faktoren wie Konfliktfähigkeit, Verbindlichkeit, Verantwortung und Ergebnisoruientierung widmen. Ebenso wichtig: Vereine sollten die Scheu davor verlieren, sich zu vernetzen. So werde es möglich, voneinander zu lernen, Kompetenzen zu bündeln oder sogar Aufgaben gemeinsam anzugehen.

Der Gemeinde Bestwig gehe es darum, die Vereinsvertreter für die aktuellen Bedürfnisse und Herausforderungen zu qualifizieren, die das Ehrenamt mit sich bringe, betont Bürgermeister Ralf Péus: „Davon profitieren die Ehrenamtlichen und die Gesellschaft, für die sie sich engagieren, gleichermaßen.“ Weitere Veranstaltungen zu einzelnen Themen rund um die Situation der Vereine sollen deshalb folgen.