Velmede. Energie aus der Kraft der Sonne: Ein privater Vorhabenträger möchte mit einer Freiland-Photovoltaikanlage auf einer Fläche an der Halbeswiger Straße oberhalb von Velmede Strom für rund 1.000 Haushalte erzeugen. Der Bestwiger Gemeinderat steht dieser Idee positiv gegenüber. Nun soll geprüft werden, ob das Vorhaben planungsrechtlich umsetzbar ist.

Konkret beantragt das Unternehmen mit Sitz in Olsberg, den Flächennutzungsplan zu ändern und einen so genannten „vorhabenbezogenen Bebauungsplan“ aufzustellen. Auf einer Fläche von knapp 46.000 Quadratmetern möchten die Verantwortlichen eine Freiland-Photovoltaikanlage errichten - westlich der Halbeswiger Straße; in etwa auf Höhe des Hochbehälters des Wasserverbands Hochsauerland. Zu einem Teil liegt die Fläche innerhalb des - ursprünglichen - Windkraft-Suchraums „Kahler Kopf“. Allerdings: Offen ist die Frage, ob das Vorhaben mit dem Landesentwicklungsplan vereinbar ist - hier werden die Ziele der Raumordnung vorgegeben.

Deshalb soll der Vorhabenträger nun zunächst eine Stellungnahme erarbeiten, die sich mit eben dieser Frage beschäftigt. In einem zweiten Schritt will die Gemeindeverwaltung dann bei der Bezirksregierung eine Anpassung an die Ziele der Landesplanung anfragen. Momentan stehe man lediglich beim „1. Schritt“, fasste SPD-Fraktionschef Paul Theo Sommer zusammen - erst nach einer Abstimmung mit der Bezirksregierung könne man über Entwürfe und das weitere Vorgehen beraten.

Der Bestwiger Gemeinderat jedenfalls steht dem Vorhaben positiv gegenüber. „Unter dem Stichwort Klimaschutz sollten wir uns diesem Thema nicht verschließen“, so Paul Theo Sommer. Und auch für CDU-Fraktionsvorsitzenden Winfried Gerold sind die Pläne „ein wichtiger Beitrag zur CO2-Reduzierung“: Bei einer Strom-Menge, die für rund 1.000 Haushalte ausreichen würde, „ist das eine Größenordnung, die sich sehen lassen kann.“