Meschede/Olsberg/Bestwig. Wie wichtig Trinkwasser ist, merkt man zumeist erst, wenn man mal eine Weile darauf verzichten muss. In Deutschland ist solch eine Situation die Ausnahme; in vielen anderen Ländern dagegen die Regel. „Niemand zurücklassen - Wasser und Sanitär-versorgung für alle“ („Leaving no one behind - water and sanitation for all“) ist deshalb das Motto des diesjährigen Weltwassertages am 22. März. Damit sich Kundinnen und Kunden auf die sichere und hochwertige Versorgung mit dem „Lebensmittel Nr. 1“ verlassen können, betreibt der heimische Trinkwasserversorger Hochsauerlandwasser GmbH (HSW) einen erheblichen Aufwand.

So unterhält die HSW unter anderem ein 666 Kilometer langes Netz aus Transport- und Versorgungsleitungen in den Städten Meschede und Olsberg und der Gemeinde Bestwig. Aus Gründen der Nachhaltigkeit werden Rohre - zumeist mit Durchmessern von 400 bis 80 Milimetern - und Armaturen vorrangig aus so genanntem duktilen Gusseisen verbaut. „Dabei handelt es sich um einen Eisen-Kohlenstoff-Werkstoff, der robust ist und das Trinkwasser optimal vor äußeren Einflüssen schützt”, weiß Robert Dietrich, Technischer Geschäftsführer der HSW.

Um das Trinkwasser in die Häuser zu bringen, nutzt die HSW zusätzlich 16.700 Hausan-schlussleitungen. „Zu ihrem Schutz werden die Hausanschlussleitungen wiederum in sand-umhüllten Schutzrohren im Erdreich verlegt“, erläutert Robert Dietrich. Für die Erweiterung und Erneuerung ihres Trinkwasserleitungsnetzes veranschlagt die HSW jährlich etwa eine Dreiviertelmillion Euro - „und in etwa die gleiche Summe fließt in die Erneuerung der Hausanschlüsse“, so der HSW-Geschäftsführer.

Davon profitieren die allermeisten Menschen im Geschäftsgebiet der HSW: In der Gemeinde Bestwig sind 99,2 Prozent, in der Stadt Meschede 99,0 Prozent und in der Stadt Olsberg 99,6 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner an die zentrale Trinkwasserversorgung der HSW angeschlossen. „Bei dem Rest handelt es sich zumeist um abgelegene kleinere Ortschaften oder Anwesen, für die jeweils eine eigene Trinkwasserversorgung durch die Bewohner selbst betrieben wird“, so Robert Dietrich.

Die zentrale Versorgung macht es möglich, dass Trinkwasser jederzeit in gewünschter Menge und Qualität verfügbar ist. Für uns mehr oder weniger eine Selbstverständlichkeit - die man aber anders betrachtet, wenn man einmal in Ländern außerhalb Europas unterwegs war. Robert Dietrich: „Anders als in vielen Entwicklungsländern ist es bei uns glücklicherweise nicht erforderlich, sich tagtäglich auf einen beschwerlichen Weg zu machen, um in einem Gefäß genießbares Wasser für die Zubereitung von Speisen und Getränken herbei zu schaffen.“

Das „Lebensmittel Nr. 1“ kommt hier zuverlässig aus dem Hahn: „Kühles Leitungswasser, je nach Geschmack mit Kohlensäure angereichert, ist ein exzellenter und preiswerter Durstlöscher“, weiß Robert Dietrich, „es kann, aber es muss nicht unbedingt immer Mineralwasser sein.“

Ziel des von der UNESCO ins Leben gerufenen Weltwassertages ist es, auf die Bedeutung des Wassers als Lebensgrundlage für die Menschheit aufmerksam zu machen. Er findet jährlich am 22. März statt.