Bestwig. Ihr Amt als Schiedsfrau hat Petra Vorderwülbecke niedergelegt. Jetzt wurde sie offiziell verabschiedet. Als klar war, dass sie ihr Amt nicht mehr bekleiden möchte, hatte der Rat der Gemeinde Bestwig beschlossen, die Schiedsamtsbezirke I (Velmede, Bestwig, Nierbachtal, Föckinghausen, Halbeswig) und II (Ostwig, Alfert, Borghausen, Nuttlar, Grimlinghausen) ab dem 1. Februar 2019 zu einem gemeinsamen Bezirk zusammenzulegen. Den neuen, vergrößerten Bezirk betreut nun Hubert Strube, der bisher bereits für Bezirk II zuständig war.

Die Direktorin des Amtsgerichts Meschede, Doris Goß, und Bestwigs Bürgermeister Ralf Péus dankten Petra Vorderwülbecke für ihren Einsatz in den fünf Jahren als Schiedsfrau. Hubert Strube wünschten sie eine glückliche Hand bei dem Versuch, Menschen an einen Tisch zu bringen und eine für beide Seiten annehmbare Lösung im Konfliktfall zu finden.

Da die Anzahl der Schiedsfälle zuletzt ohnehin auf rund ein bis zwei Fälle jährlich zurückgegangen ist und auch mit Blick auf die Größe der Gemeinde hatte die Gemeindeverwaltung die Idee entwickelt, zwei Bezirke zusammenzulegen. Auch das Amtsgericht Meschede hatte keine Bedenken gegen dieses Konzept. Schiedsleute haben zwei wichtige Aufgaben: Sie entlasten Justiz und Gerichte. Und sie ermöglichen es den Bürgerinnen und Bürger, Konflikte auch ohne Gerichtsurteil zu lösen. Bei bestimmten Delikten wie etwa Beleidigungen, Körperverletzung, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch, Bedrohung oder Verletzung des Briefgeheimnisses schreibt das Gesetz vor, vor einer Klage bei Gericht durch einen Besuch beim Schiedsmann einen Schlichtungsversuch zu unternehmen.

Schiedsmann für den früheren Bezirk III (Ramsbeck, Heringhausen, Andreasberg, Dörnberg, Wasserfall, Valme, Pochwerk, Schwabenberg und Berlar) - künftig Bezirk II - bleibt Heinz Pütz.