Bestwig. Nächster Schritt für die Modernisierung und Weiterentwicklung des Bestwiger Franz-Hoffmeister-Schulzentrums: Im kommenden Jahr sollen weitere Bereiche der Sekundarschule mit Differenzierungsräumen ausgestattet werden. Außerdem wird eine barrierefreie Toilettenanlage entstehen. Das hat der Bestwiger Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen. Insgesamt sollen damit rund 235.000 Euro in die Schule investiert werden.

Verwendet werden dazu Fördergelder aus dem so genannten „Kommunalinvestitionsfördergesetz“. Aus diesem Förderprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen erhält die Gemeinde Bestwig knapp 299.000 Euro. Bereits früher hatte der Gemeinderat beschlossen, dass diese Mittel vorrangig in das Franz-Hoffmeister-Schulzentrum fließen sollen: 166.500 Euro stehen nun für die Anlage weiterer Differenzierungsräume bereit - sie sollen dem Teilstandort der Sekundarschule Olsberg-Bestwig ermöglichen, das moderne pädagogische Programm mit Gruppenarbeit und persönlicher Förderung umzusetzen. 45.000 Euro sind für einen barrierefreien Sanitärbereich eingeplant. Zu den beiden Summen kommt jeweils noch ein zehnprozentiger Eigenanteil hinzu, den die Gemeinde Bestwig aus eigenen Mittel bestreiten muss.


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Auch das Berufskolleg Bergkloster Bestwig soll von dem Förderprogramm profitieren: Im Frühjahr hatte die Schule eine Beteiligung an den Fördermitteln beantragt, weil ein naturwissenschaftlicher Fachraum saniert werden soll. Zwar kann der Gemeinderat selbst über die Mittelverteilung entscheiden - der Fördergeber erwarte allerdings auch, dass das Geld trägerneutral verwendet werde, erläuterte Bürgermeister Ralf Péus. Die Gemeindeverwaltung hatte daraufhin untersucht, nach welchem Maßstab die Fördersumme aufgeteilt werden könne. Als Ergebnis wird die Netto-Grundfläche der Schulen zugrundegelegt - „schließlich sollen die Mittel ja auch im Gebäude investiert werden“, so Ralf Péus.

Nach dieser Berechnungsgrundlage steht dem Berufskolleg rund ein Viertel der Fördersumme zu - einstimmig entschied der Gemeinderat, gut 76.000 Euro aus den Fördermitteln für das Berufskolleg Bergkloster Bestwig bereitzustellen. Allerdings: Die Gemeinde Bestwig muss auch für die Maßnahmen am Berufskolleg den zehnprozentigen Eigenanteil übernehmen - so kommen noch einmal knapp 8.500 Euro an Kosten hinzu.

Die Ratsfraktionen von CDU und SPD waren sich einig, dass das Berufskolleg Bergkloster Bestwig eine wichtige Bildungseinrichtung in der Gemeinde sei - „und die sollten wir nicht nur in Sonntagsreden loben“, so SPD-Fraktionschef Paul-Theo Sommer. Beide Fraktionen trugen deshalb den Verteilungsschlüssel und die Aufteilung der Fördermittel mit.

Die so geförderten baulichen Maßnahmen im Franz-Hoffmeister-Schulzentrum sollen nun im kommenden Jahr umgesetzt werden. Bereits in diesem Sommer hatte die Gemeinde Bestwig umfangreiche Modernisierungs- und Umgestaltungsarbeiten durchgeführt. Bis 2021 will die Gemeinde Bestwig rund zwei Millionen Euro aus Eigen- und Fördermitteln in das Franz-Hoffmeister-Schulzentrum investieren. Ralf Péus: „Damit wollen wir optimale Bedingungen für unseren Sekundarschul-Teilstandort schaffen.“