Bestwig. „Wir haben viel getan, es gibt aber auch noch viel zu tun“, betonte Bestwigs Bürgermeister Ralf Peus bei der Einbringung des Haushaltsplanentwurfs für 2021 im Gemeinderat. Den Ratsmitgliedern kündigte er arbeitsreiche Zeiten an: „Es liegen viele Herausforderungen vor uns, die kommunalpolitische Arbeit droht also nicht langweilig zu werden.“ Viele sei „auf einem guten Weg“, vieles gelte es jedoch in den nächsten Monaten oder auch Jahren weiter zu bearbeiten und „mit Leben zu füllen.“

Im Entwurf des Haushaltsplanes für 2022 sind Erträge von 22.323.099 Euro und Aufwendungen von 22.720.655 Euro vorgesehen. Somit bleibt ein Fehlbetrag von 397.556 Euro, der aus der Ausgleichsrücklage ausgeglichen werden kann. Damit gilt
der Haushalt als ausgeglichen.

Die letzten beiden Jahre liefen besser als erwartet: Statt eines Minus‘ von 372.886 Euro stand am Ende 2020 ein Plus von 2,395 Millionen Euro. Auch für 2021 zeichne sich, so Ralf Peus, eine positive Entwicklung ab. Das Ergebnis werde sich
voraussichtlich um rund 1,1 Millionen Euro verbessern; im Haushaltsplan ausgewiesen war ein Minus von 1,189 Millionen Euro. Das habe dazu geführt, dass „die Rücklage stetig aufgefüllt werden konnte“, berichtete Bestwigs Bürgermeister.

Die mit etwa 6,5 Millionen Euro gefüllte Ausgleichsrücklage gebe der Gemeinde Bestwig „auch für die Zukunft ein gewisses Maß an Sicherheit“, erläuterte Ralf Peus: „Vielleicht sollten wir alle das auch einmal als Resultat einer soliden Haushaltsführung
anerkennen.“

Steuererhöhungen sind nicht geplant. Die Hebesätze für Grund- und Gewerbesteuer bleiben unverändert: bei der Grundsteuer A 246 Prozent, Grundsteuer B 488 Prozent und Gewerbesteuer 460 Prozent. Ralf Peus: „Die Bürgerinnen und Bürger werden derzeit aufgrund der Corona-Pandemie, aber auch wegen allgemeiner Preissteigerungen in vielen Bereichen stark belastet.“ Zudem stehe eine Reform der Grundsteuer bevor. Außerdem habe die Gemeinde „eine recht hohe
Ausgleichsrücklage“, die den Haushaltsausgleich in diesem Jahr und den Folgejahren ermögliche.

Beträchtliche Investitionen sind für das kommende Jahr vorgesehen: 6,181 Millionen Euro werden ausgegeben. „Wir haben uns einiges vorgenommen“, betonte Ralf Peus. Die drei größten Blöcke bilden der Bereich Feuerwehr mit 1,97 Millionen Euro, der Bereich Straßen mit 1,506 Millionen Euro sowie der Bereich Sport mit 699.000 Euro.

Mit Blick auf 2021 zeigte sich Bestwigs Bürgermeister zufrieden: Die Umsetzung zahlreicher Konzepte sei in die Wege geleitet. Besonders freue es ihn, dass „wir in Sachen Digitalisierung unserer Schulen einen Riesenschritt weitergekommen“ sind.
So seien die Schulen in der Lage gewesen, Unterricht digital zu gestalten. Und: In den Grundschulen werden aktuell raumlufttechnische Anlagen in allen Klassenräumen eingebaut. „Fast schon in Rekordzeit“ seien Förderanträge dafür gestellt worden. Innerhalb weniger Tage habe man die Bescheide für die Übernahme von 90 Prozent der Kosten bekommen.

Der Entwurf des Haushaltsplanes wird nun zunächst in den Fraktionen beraten, dann in den Fachausschüssen. Endgültig abgestimmt wird darüber in der Sitzung des Gemeinderates am Mittwoch, 15. Dezember.