Bestwig. Gute Nachrichten für junge Menschen in Südwestfalen: Die interkommunale Jugendkultur-Allianz des Ensible e.V. wurde mit acht Pilotkommunen mit dem dritten Stern der Regionale 2025 ausgezeichnet. Mit dem Projekt „Youth and Arts“ dürfen junge Leute selbst künstlerisch, kulturell und sozial aktiv werden, gemeinsam eigene Projekte umsetzen und so die Region mitgestalten.

Dafür haben sich bereits acht Pilotkommunen aus der Region gemeinsam mit ihren Schulen und vielen weiteren Akteuren über den interkommunalen Jugendkulturverbund des Schmallenberger Ensible e.V. – offizieller Stützpunkt für Jugendkultur in NRW – zusammengeschlossen – darunter auch die Gemeinde Bestwig. Das innovative Vorhaben hat nun im Rahmen der Regionale 2025 den finalen dritten Stern erhalten, und auch die Förderung steht. Nun kann ein aktives und vielfältiges Netzwerk der Jugendkultur für die jungen Menschen in der Südwestfalen entstehen, so der Wunsch aller Beteiligten.

„Für den Mut, sich in Sachen Jugend, Kunst und Kultur auf diese verbindliche Weise mit uns auf den Weg zu machen, möchten wir uns im Namen aller jungen Menschen, die von diesem Projekt profitieren werden, ganz herzlich bei allen beteiligten Partnerkommunen bedanken“, drückt Yao Houphouet, Vorstandsvorsitzender des Ensible e.V., seine Begeisterung für das wachsende Netzwerk aus. „Denn genau mit diesen vereinten Kräften lässt sich für unsere wertvolle Region eine auch in Zukunft aus sich selbst heraus lebendige und vielfältige Jugendkulturlandschaft schaffen.“ ergänzt Houphouet mit Blick in die Zukunft.

Thomas Grosche, kommunaler Sprecher des Verbunds, freut sich ebenfalls über die bisherigen Erfolge und das starke Netzwerk im Projekt: „Als Pilotkommunen haben sich die Städte und Gemeinden Bad Berleburg, Bestwig, Brilon, Hallenberg, Medebach, Meschede, Schmallenberg und Winterberg gemeinsam mit dem Ensible e.V. und seinen Partnerinnen und Partnern auf den Weg gemacht, die Welt der jungen Kultur nachhaltig zu beleben“, fasst er den bisherigen Projektauftakt erfreut zusammen und regt an: „Die dafür im Verbund entwickelten Werkzeuge stehen jedoch selbstverständlich auch allen weiteren interessierten Kommunen zur Verfügung, die in der noch kommenden Zeit ein Teil dieses Zukunftsprojektes werden möchten.“ So hat beispielsweise die Stadt Olsberg als eine weitere Kommune aus der Region bereits ihre Mitgliedschaft im Verbund erklärt.

Als Gründungsmitglied im Jugendkultur- Verbund des Ensible e.V. freute sich auch Bestwigs Bürgermeister Ralf Peus ganz besonders über den bisherigen Erfolg des Projekts: „Wir möchten den jungen Menschen in unserer Gemeinde etwas bieten, ihnen die Möglichkeit geben, das kulturelle Leben in ihrer Heimat aktiv mitzugestalten. Da ist ein Miteinander in der Region unverzichtbar – gemeinsam können wir viel schaffen.“

Zu den wichtigsten Förderern des Projektes gehören neben dem Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes NRW und der Regionalen Kulturpolitik Sauerland auch die Sparkasse Hochsauerland und die Sparkasse Mitten im Sauerland sowie der LEADER-Verein Hochsauerland.

Als eines der erfolgreichsten Einstiegswerkzeuge für Jugendliche und gleichzeitig als Aushängeschild für junge Kunst in allen teilnehmenden Kommunen benennen die Verbundpartner das Projektmodul „Freestyle NRW“, eine Jugendkunstgalerie für digitale Fotografie, die gemeinsam mit dem Stadtmarketing Winterberg in den vergangenen Jahren entwickelt wurde. Über die Kunstform der Fotografie fördert das Modul die selbstbestimmte Gestaltung der eigenen Stadt über (digitale) Ausstellungen, Workshops und Veranstaltungen. Fotos - sowie neuerdings auch Animationen und Videos – können von jungen Menschen einfach per Smartphone einer interkommunalen Jury unter Leitung der Partnerkommunen Bestwig und Hallenberg präsentiert werden, um dann ihren Weg in die beteiligten Innenstädte oder auf die Webseiten der Städte und Schulen zu finden.

Als weiteres wichtiges Modul sei die digitale Projektplattform „Fyvve“ zu nennen, so die Projektpartner, ein innovatives Zukunfts-Werkzeug, das das Projektmanagement, also die konkrete Umsetzung ihrer Ideen für Jugendliche in der Region, erleichtert und es ihnen ermöglicht, sich kommunenübergreifend als Projektgruppen zusammenzuschließen und Unterstützung für ihre Herzenssache zu finden. Das unter Federführung der Stadt Medebach entwickelte Modul kann nun auch in Bad Berleburg, Brilon, Meschede und anderen Städten und Gemeinden zur Umsetzung kommen. Ein inzwischen weit über die Region hinaus bekanntes Projektmodul ist das mit großer Unterstützung in Schmallenberg entstandene und an inzwischen mehr als 40 weiterführenden Schulen etablierte Medienkompetenz-Modul „Social Network Training“. Hier lernen junge Menschen die wichtigsten Grundlagen in Sachen digitaler Zivilcourage und Schutz der eigenen Privatsphäre.

Insgesamt möchte der Ensible e.V. mit seinem Projekt „Youth and Arts“ junge Menschen dazu einladen, sich frei zu entfalten, und setzt dabei gezielt auf die bereits intensiv mit Jugendlichen erprobten Werkzeuge. Gemeinsam mit den Partnerkommunen möchte der Verein die bisherigen Erfolge bis 2025 noch deutlich weiter ausbauen und in der Gesamtregion verstetigen.

Für Kommunen, deren Interesse an der Förderung ihrer jungen Menschen über das Projekt „Youth and Arts“ bereits geweckt ist, die bislang allerdings noch keinen Förderantrag dafür haben stellen können, ist derzeit ein neuer Türöffner für die kurzfristige Umsetzung ausgewählter Projektbestandteile mittels des aktuell vorliegenden Förderprogramms „Aufholen nach Corona“ entstanden. Viele der Projektmodule des Ensible e.V. entsprechen aufgrund ihrer fachlichen Konzeption den geforderten Förderkriterien und können somit für einen unmittelbaren Einstieg in das Projekt „Youth and Arts“ genutzt werden. Für Fragen zur Förderung, zum Projekteinstieg sowie für weiterführende Informationen, steht das Team des Ensible e.V.  telefonisch unter 0221/887 57 637 oder per Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zur Verfügung.

  • Hintergrund zur Südwestfalen Agentur GmbH (Regionale Südwestfalen 2020-2025):

Die Regionale 2025 ist ein Strukturprogramm des Landes NRW. Südwestfalen hat sich erfolgreich beworben und wird nun bei Fördermitteln bevorzugt berücksichtigt. Im Rahmen der Regionale 2025 erhalten Projekte bis zu drei Sterne. Darüber beraten die Gremien der Regionale 2025, die mit Vertreterinnen und Vertretern aus ganz Südwestfalen und den unterschiedlichsten Organisationen besetzt sind. Der erste Stern wird für eine herausragende Idee vergeben, der zweite für ein tragfähiges Konzept. Beim dritten Stern sind Fördermittel sicher, und das Projekt kann umgesetzt werden.