Bestwig. Der Fußgängersteg an der „Plästerlegge“ bei Wasserfall, die offene Wald-Turnhalle in Ostwig, der Bergbau-Spielplatz in Heringhausen oder der Outdoor-Fitnesspark am Bestwiger Sportplatz: Das sind nur einige Projekte, die in der Gemeinde Bestwig mit Unterstützung des LEADER-Förderprogramms umgesetzt werden konnten. Nun will man sich um eine weitere Förderperiode bewerben - gemeinsam mit den Kommunen Meschede, Schmallenberg und Eslohe.

Das hat jetzt der Bestwiger Gemeinderat einstimmig beschlossen. Hintergrund: Die vier Städte und Gemeinden bilden gemeinsam die LEADER-Region „4 mitten im Sauerland“. In der vergangenen - bereits der zweiten - Förderperiode - den Jahren 2014 bis 2020 - standen 2,3 Millionen Euro zur Verfügung - bei einer Förderquote von 65 Prozent. Hinzu kamen bis zu 180.000 Euro jährlich aus dem so genannten „Regionalbudget“ für Kleinprojekte.

Nun steht die nächste Förderperiode für die Jahre 2023 bis 2027 an. „Wir sollten die Gelegenheit nutzen und uns bewerben“, unterstrich Bürgermeister Ralf Péus. Die bisherigen beiden Förderperioden hätten „sehr schöne Projekte“ möglich gemacht. Und mehr als nur ein Nebeneffekt: Durch den gemeinsamen Einsatz seien auch die Dorfgemeinschaften gestärkt worden, so CDU-Fraktionschef Alexander Brockhoff: „LEADER fördert nicht nur Projekte, sondern auch das Engagement.“ „Viele tolle Projekte“ seien in den vergangenen zehn Jahren entstanden, betonte auch SPD-Fraktionsvorsitzender Paul Theo Sommer, und auch für die Grünen lobte Fraktionschef Matthias Scheidt das LEADER-Programm.

Würde die LEADER-Region „4 mitten im Sauerland“ auch in der kommenden Förderperiode zum Zuge kommen, stünden wiederum 2,3 Millionen Euro bei einer Förderquote von 65 Prozent zur Verfügung - ebenso wie die jährlichen bis zu 180.000 Euro für Kleinprojekte aus dem Regionalbudget, die mit 80 Prozent bei maximalen Projektkosten von 20.000 Euro gefördert werden. Bis Ende März 2022 soll nun eine Bewerbung erfolgen, Ende Juni 2022 soll eine Kommission dann die Regionen auswählen, die gefördert werden. Förderstart soll zum Jahresbeginn 2023 sein.