Olsberg/Bestwig. Die Sekundarschule Olsberg-Bestwig verabschiedete ihren Entlassjahrgang 10 sowohl am Hauptstandort Olsberg wie am Teilstandort Bestwig in einer gelungenen Feierstunde. Beide Feiern waren jedoch geprägt von den Hygienevorschriften der Coronapandemie.

So konnten aufgrund der Größe der Aula in Bestwig die Klasse 10d und 10e verabschiedet werden, ohne dass die drei „Gs“ vorlagen, da genügend Platz war, um die Familien mit dem gebotenen Abstand zu setzen. Dies war in der Aula am Hauptstandort nicht möglich, da hier zeitgleich die Klassen 10a, 10b und 10c verabschiedet wurden. Aber durch eine gute Organisation im Vorfeld konnten auch hier die Eltern mit ihren Kindern gemeinsam verabschiedet werden, da entweder der Selbsttest, der Impfpass oder der Genesenen-Nachweis vorlag.

Den Anfang machte in Bestwig wie in Olsberg die Geistlichkeit. Pastor Krieger stellte heraus, dass es im Leben nicht nur darum ginge, immer „top“ zu sein, sondern dass man immer „top vor Gott“ sei, gleich welche Leistungen und Qualifikationen man mitbringe. Pastor Laubholt sprach den Segen für die Olsberger Schülerinnen und Schüler.

Ebenso überbrachten die politischen Vertreter beider Gemeinden die Glückwünsche. Schulleiter Michael Aufmkolk konnte in Bestwig den ersten stellvertretenden Bürgermeister Markus Sommer begrüßen, in Olsberg übermittelte Bürgermeister Wolfgang Fischer die Grüße von Stadt und Rat. Alle Redner gingen in ihren Worten auf das Motto „Auch aus den Steinen, die einem im Weg liegen, kann man eine neue Straße bauen“ ein, denn Stolpersteine hatte die Pandemie dem Abschlussjahrgang genügend in den Weg gelegt. Aber mit den gewonnenen Erfahrungen des digitalen Unterrichts und des selbstorganisierten Lernens könne man hoffentlich auch erfolgreich neue Wege gehen, waren sich alle einig.
Schulleiter Aufmkolk forderte die Zuhörer auf, die wieder gewonnenen Freiheiten zu nutzen und zu schützen, damit alle ihre Zukunft in Freiheit, aber auch mit der notwendigen Verantwortung gestalten können.

Abschließend nahmen sodann die 47 Schülerinnen und Schüler in Bestwig und die 78 Schülerinnen und Schüler in Olsberg ihre Abschlusszeugnisse entgegen. Eigentlich hätte man mit einem insgesamt schlechteren Ergebnis aufgrund der Pandemie rechnen könnten. Dennoch erreichten zum Beispiel knapp 50 Prozent aller Bestwiger Schülerinnen und Schüler den mittleren Schulen Abschluss oder sogar die Fachoberschulreife mit der Berechtigung des Besuchs der gymnasialen Oberstufe, während etwas mehr als die Hälfte den Hauptschulabschluss erlangte. Im vergangenen Jahr war es umgekehrt. In Olsberg erreichten sogar 70 Prozent der Schülerinnen und Schüler die höheren Abschlüsse, im vergangenen Jahr waren es mit 71 Prozent geringfügig mehr. Ein Ergebnis, dass sich unter den Vorzeichen der Pandemie immer noch sehen lassen könne, so Schulleiter Michael Aufmkolk. Er bezog insbesondere die Eltern in seine Dankesworte ein, da sie das Distanzlernen häufig mitgetragen und organisiert hatten.

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