Bestwig. Eine ganze Reihe gemeindeeigener Dächer kämen für Photovoltaikanlagen in Betracht. Das ist das Fazit aus einer Überprüfung durch die Gemeinde Bestwig. Hochbauingenieur Hubertus Kreis aus dem Bau- und Umweltamt der Gemeinde
Bestwig stellte die Ergebnisse im Gemeindeentwicklungsausschuss vor.

Die Dachflächen des Bürger- und Rathauses sowie der Grundschulen sind seit Jahren ganz oder teilweise verpachtet. So wurde die Rathausfläche bereits im Jahr 2008
verpachtet, weil die Gemeinde damals keine eigene Photovoltaikanlage anschaffen, aber dennoch einen Beitrag zum Klimaschutz leisten wollte.

Geeignet für weitere Photovoltaikanlagen seien, so Hubertus Kreis, am ehesten die Dächer der Grundschule in Nuttlar (nach Erneuerung der Dachdeckung), das Feuerwehrgerätehaus in Andreasberg und das Gemeindewohnheim in Velmede.

Noch offen ist, welches der unterschiedlichen Projektmodelle favorisiert wird: beispielsweise eine Selbstnutzung, eine Verpachtung oder ein Investorenmodell. Hubertus Kreis schlug im Ausschuss vor, die derzeit auf den gemeindlichen Gebäuden
installierten Photovoltaikanlagen nach Ablauf der Dachflächenverpachtung in acht Jahren selbst zu übernehmen und selbst weiter zu betreiben. Um eine unwirtschaftliche Einspeisung von Strom in das Netz zu vermeiden und um die
Eigennutzungsquote zu steigern, sei es sinnvoll, die Anlagen jeweils um einen Stromspeicher zu erweitern.

Der Ausschuss beauftragte die Verwaltung der Gemeinde Bestwig einstimmig, neben der Tauglichkeit nun auch die Wirtschaftlichkeit der einzelnen denkbaren Maßnahmen zu überprüfen und Vorschläge zur schrittweisen Umsetzung zu unterbreiten.