Velmede. Eine gut ausgebaute und intakte Kanalisation ist ein wichtiger Beitrag zur kommunalen Infrastruktur und zum Umweltschutz. Damit die Abwasserbeseitigung im Gemeindegebiet auf Dauer sicher funktionieren kann, führt das Abwasserwerk der Gemeinde Bestwig in diesem Jahr umfangreiche Kanalsanierungsmaßnahmen in Velmede durch.

Konkret wird dabei rund ein Kilometer Kanal im Bestand saniert - und zwar im Bereich westlich der Halbeswiger Straße. Rund 200.000 Euro investiert das Abwasserwerk der Gemeinde Bestwig in die Arbeiten, die voraussichtlich in der Woche ab Montag, 12. Juli, starten und bis Ende Oktober andauern werden. Größere Einschränkungen wird es dabei für Straßenverkehr und Anlieger nicht geben, weiß Dipl.-Ing. Markus Rüthing von der Hochsauerlandwasser GmbH (HSW), die Betriebsführerin des Bestwiger Abwasserwerkes ist: “Die Arbeiten werden vollständig in geschlossener Bauweise durchgeführt.”

Dies geschieht im so genannten “Liner-Verfahren”. Der „Liner“ ist ein Schlauch aus Glasfasergewebe, das mit Kunstharz getränkt wurde. Dieser Schlauch wird in einen bestehenden Kanal eingezogen und anschließend mit Hilfe von UV-Licht ausgehärtet. „So entsteht ein Rohr von extrem hoher Festigkeit“, weiß Markus Rüthing: „Es hält dem Straßenverkehr, Erddruck und auch dem Grundwasser stand - und nach bisherigen Erfahrungen für eine Dauer von mindestens 30 bis 40 Jahren. Auch 50 Jahre Nutzungsdauer erscheinen nach den bisher guten Erfahrungen möglich.“

Die Arbeiten sind ein weiterer Schritt zur Sanierung der Kanalisation in Velmede - weitere Maßnahmen werden in den kommenden Jahren vor allem im Bereich der Bundesstraße folgen. Beauftragt wurde die Firma Kan.d.i.s Kanaltechnologie aus Schmallenberg - ein Fachunternehmen für die Kanalsanierung aus dem hiesigen Raum. Für nicht ganz zu vermeidende Beeinträchtigungen während der Sanierungsmaßnahmen bittet die HSW schon jetzt Fußgänger und Autofahrer um Verständnis. Markus Rüthing: „Dieses Projekt ist ein weiterer Baustein für eine funktionierende und zukunftsfähige Kanalisation in der Gemeinde Bestwig. Die Sanierung in geschlossener Bauweise leistet zudem einen Beitrag zum Klimaschutz, denn gegenüber dem früher üblichen Tiefbau mit großen Erdbewegungen wird der Ausstoß des klimaschädlichen Kohlendioxid auf ein Minimum reduziert.“