Hier entsteht ein Platz für mehr Begegnung und Aktivitäten vor Ort: Die Arbeiten zur Umgestaltung des 2. Obergeschosses in der Alten Schule Nuttlar als Treffpunkt und Begegnungsmöglichkeit für örtliche Vereine und Gruppen haben begonnen.

„Aus zwei mach eins“ lautet dabei das Ziel bei den beiden ehemaligen Klassenräumen, die sich in der Etage befinden. Die Wand zwischen den Räumen wurde eingerissen und stattdessen ein Stahlbetonrahmen gegossen, der für die nötige Stabilität sorgt. Auf diese Weise entsteht ein großer, überaus heller Raum mit einer Fläche von 120 Quadratmetern und Fenstern nach zwei Seiten. „Ziel ist es, eine flexible Nutzung zu ermöglichen“, erläutert Dipl.-Ing. Hubertus Kreis vom Bau- und Umweltamt der Gemeinde Bestwig.

An Stelle der früheren, gemauerten Wand wird eine mobile Trennwand errichtet, die je nach Bedarf geöffnet oder geschlossen werden kann. Die Trennwand ist schallgedämmt - „so ist auch eine zeitgleiche Nutzung der getrennten Räume möglich“, so Hubertus Kreis.

Die Arbeiten an dieser Stelle sind durchaus anspruchsvoll, betont Hubertus Kreis: An Stelle der Mauer ist nun ein Stahlbetonträger einbetoniert, um das Gewicht des Gebäudes abzufangen. So wird eine Belastbarkeit von 25 Tonnen in der Feldmitte künftig für Stabilität sorgen. Der Beton wurde dabei vom Schulhof aus durch das Gebäudedach eingepumpt.

Im Mai hatte die Gemeinde Bestwig von der Bezirksregierung Arnsberg einen Förderbescheid in Höhe von 250.000 Euro für die Umgestaltung des Gebäudebereichs zum Treffpunkt für Vereine und Gruppen erhalten. Neben dem Durchbruch ist auch bereits der Einbau der Fundamente beauftragt, die künftig die Rampe von der Straße „Zum Kreuzberg“ an der Böschung entlang bis zum Hintereingang des 2. Obergeschosses tragen werden - auf diese Weise entsteht ein barrierefreier Zugang.

Im Rahmen des Projektes wird ebenso eine Toilettenanlage geschaffen, die auch Menschen mit Behinderung nutzen können. Zudem werden Fenster ausgetauscht, die noch aus der Gründerzeit des Gebäudes stammen. Auch Beleuchtung und Elektroinstallationen werden erneuert.

Bürgermeister Ralf Péus und Ortsvorsteher Markus Sommer hoffen durch die Begegnungsstätte auf neue Impulse für das Vereins- und Ortsleben in Nuttlar - Ralf Péus: „Das neue Angebot deckt einen Bedarf, der in einem lebendigen Ort ganz sicher vorhanden ist.“