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Fachleute für Inklusion: Interessenvertreter für Menschen mit Behinderung treffen sich in Bestwig

Published: 31. Mai 2022

Bestwig. Für Menschen, die in ihrer Mobilität oder in anderen Fähigkeiten eingeschränkt sind, steckt der Teufel oft im Detail: Passt der Rollstuhl durch die Aufzugtür - und ist dann das Tastenfeld gut zu erreichen? Wie lassen sich Türen bequem öffnen? Gibt es genug Haltegriffe auf einer Toilette? Wenn es um Inklusion und Teilhabe in den Rathäusern und im öffentlichen Leben geht, sind sie die Fachleute: Die Behinderten-Interessenvertreterinnen und -Interessenvertreter der HSK-Kommunen und des Hochsauerlandkreises.

Jetzt trafen sich die Inklusions-Experten im Bestwiger Bürger- und Rathaus - unter der Leitung von Ferdi Lenze, dem ehrenamtlichen Behindertenbeauftragten des HSK. Regelmäßig tagen die Männer und Frauen, um sich über gemeinsame Themen und aktuelle Entwicklungen zu informieren. Bislang geschah das im Mescheder Kreishaus - nun sollen auch die Kommunen im HSK besucht werden. „Dabei kann man auch unter die Lupe nehmen, wie es in den Rathäusern um die Möglichkeiten für Menschen mit Handicap bestellt ist“, so Friedhelm Koch, Behindertenbeauftragter der Gemeinde Bestwig.

Seit der Fertigstellung des Bestwiger Bürger- und Rathauses ist in dem Gebäude schon eine ganze Menge passiert, wie Dipl.-Ing. Hubertus Kreis vom Bau- und Umweltamt der Gemeinde Bestwig die Besucherinnen und Besucher informieren konnte. So wurde im Eingangsbereich die ursprüngliche Drehtür durch eine elektrische Schiebetür ersetzt, die für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen wesentlich einfacher zu nutzen ist. Im Eingangsbereich gibt es elektrische Türöffner für den Zugang zu besonders publikumsintensiven Bürgeramt. Und der Fahrstuhl wurde mit einem Spiegel ausgestattet - übrigens eine Anregung der Behinderten-Interessenvertretung, wie Hubertus Kreis erläuterte: „Beim Herausfahren hat ein Rollstuhlfahrer so eine deutlich bessere Sicht.“ Auch eine behindertengerechte Toilette ist direkt am Foyer eingerichtet worden.

Bei der Sitzung in Bestwig informierten sich die Fachleute für Inklusion über aktuelle Themen - zum Beispiel das Netzwerk „Gemeindepsychiatrischer Verbund im HSK“, das von Katrin Mette-Coolen vorgestellt wurde. Denn Inklusion sei nicht nur eine Sache der Barrierefreiheit, so HSK-Behindertenbeauftragter Ferdi Lenze: „Es betrifft alle Lebensbereiche.“

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