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Erneuerbare Energien: Gemeinde Bestwig will Photovoltaik entlang der A46 unterstützen

Published: 23. März 2022

Bestwig. Die Gemeinde Bestwig will den Bau von so genannten Freiflächen-Photovoltaikanlagen im Umfeld der A46 fördern und unterstützen. Dafür haben sich jetzt einstimmig die Mitglieder des Gemeindeentwicklungsausschusses ausgesprochen. Auch für mögliche finanzielle Bürgerbeteiligungen soll bei potenziellen Investoren geworben werden.

Hintergrund: Bereits im Februar hatten sich die Ausschussmitglieder mit einer so genannten Potenzialanalyse befasst. Darin wurde untersucht, welche Flächen im Umfeld der A46-Trasse für größere Photovolatik-Anlagen in Frage kommen. Ergebnis: Rund 74 Hektar an Flächen sind grundsätzlich dazu geeignet, mit der „Kraft der Sonne“ Strom zu erzeugen - unter der Voraussetzung, dass für bestimmte Areale die Einzelfallprüfungen positiv ausfallen und jeweils der Flächennutzungsplan geändert wird.

Nun sprachen sich die Ausschussmitglieder dafür aus, potenziellen Investoren Unterstützung und eine notwendige Bauleitplanung positiv in Aussicht zu stellen - nur Flächenkategorien, die in der Analyse als „nicht geeignet“ bewertet wurden, werden ausgeschlossen. „Alle realistischen Flächen sollten für Photovoltaik genutzt werden“, forderte CDU-Fraktionsvorsitzender Alexander Brockhoff - in der Bürgerschaft stoße die Photovoltaik auf deutlich höhere Akzeptanz als die Windkraft. Frei bleiben sollen aber vorerst Flächen, die grundsätzlich für eine Erweiterung der Wohnbebauung in Nuttlar und Velmede sowie für einen möglichen Neubau der L776 in Frage kommen.

„Eigentümer und Investoren müssen zusammengebracht werden“, betonte auch SPD-Fraktionschef Paul Theo Sommer. Sein Fraktionskollege Bernd Lingemann regte an, bei potenziellen Vorhabenträgern intensiv für Modelle zu werben, die auch eine finanzielle Bürgerbeteiligung einschließen. Zustimmung signalisierte für die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen auch Judith Clancy - sie schlug vor, den Investoren als Aufgabe die Erstellung von Blend-Gutachten mit auf den Weg zu geben. Dies sei ein Mittel, um Befürchtungen in der Bürgerschaft über mögliche Beeinträchtigungen auszuräumen.

Jörg Stralka, Leiter des Bestwiger Bau- und Umweltamtes, informierte darüber, dass es bereits mehrere Interessenten für Photovoltaik-Projekte gebe. Im Fokus seien dabei zum einen zwei Flächen östlich der Verbindungsstraße von der Alfert nach Föckinghausen, ein östlich angrenzender Bereich talseits der A46 sowie Flächen nördlich von Waldstraße und Zur hohen Lith bei Nuttlar. Auch für ein Areal nordöstlich des Hinterfeldes in Velmede gebe es eine Interessensbekundung.

Nach den Vorstellungen der Bestwiger Kommunalpolitiker sollen künftig weitere mögliche Photovoltaik-Flächen hinzukommen: Einstimmig erteilten die Ausschussmitglieder der Gemeindeverwaltung den Auftrag, den positiven Grundsatzbeschluss offensiv gegenüber möglichen Vorhabenträgern zu kommunizieren.

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