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„Engagement der Menschen wertschätzen“: Bestwiger Heimatpreis 2021 verliehen

Published: 20. Dezember 2021

Bestwig. Heimat, so wandelt Bestwigs Bürgermeister Ralf Péus eine Liedzeile des Musikers Herbert Grönemeyer ab, sei da, wo man sich wohlfühlt. Dafür aber brauche es engagierte Menschen, die das „aktive Miteinander fördern und und durch Projekte und Aktionen zum Leuchten bringen.“ Und genau solchen Menschen und Initiativen gilt der Bestwiger Heimatpreis.

Jetzt wurde der Heimatpreis 2021 in der Sitzung des Bestwiger Gemeinderates im Bürger- und Rathaus vergeben. Zuvor hatten die Mitglieder des Bürgerausschusses aus insgesamt zehn Bewerbungen und Vorschlägen eine Auswahl treffen müssen. Mit dem Heimatpreis, so Bürgermeister Péus in seiner Laudatio, solle „das Engagement der Menschen wertgeschätzt werden, die ihre Heimat jeden Tag, im Großen wie im Kleinen, gestalten - und damit einen wichtigen Beitrag für ein funktionierendes und attraktives Gemeinwesen in unserer Gemeinde leisten.“ Gefördert wird der Heimatpreis - der insgesamt mit Preisgeldern in Höhe von 5.000 Euro dotiert ist - aus Mitteln des NRW-Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung.

Wie schon im vergangenen Jahr hatte sich der Bürgerausschuss für eine Dreiteilung des Preises entschieden. Der 1. Platz - verbunden mit Pokal, Urkunde und einem Preisgeld von 2.500 Euro - geht an die Caritas-Konferenz Ramsbeck. Seit dem Jahr 2011 führen die Aktiven die Aktion “Urlaub ohne Koffer” durch. Für Seniorinnen und Senioren aus Ramsbeck und Umgebung werde so eine “Urlaubswoche voller Überraschungen” möglich, bei der man trotzdem die Abende zu Hause in vertrauter Umgebung verbringen könne. Das tägliche Programm sei dabei äußerst vielfältig: Ausflüge und Rundfahrten durch die Gemeinde, Besuch eines Bauernhofes, gemeinsmes Kaffeetrinken, Kegeln, Vogelschießen und Sitz-Yoga - “die Organisatorinnen zeigen sich äußerst kreativ”, so Ralf Péus. Urlaub, Sozialkontakte, Abwechslung vom Alltag: “Die eine Woche Urlaub ohne Koffer ist für viele Seniorinnen und Senioren das absolute Highlight des Jahres.”

Der 2. Platz - und ein Preisgeld über 1.500 Euro - wird dem Verein NaturRanger verliehen, der sich selbst als nachhaltiger Partner für die Umwelt und die ehrenamtliche Naturschutzarbeit versteht. Herzstück des Vereins, der inzwischen mehr als 350 Mitglieder zählt, sind die vier Naturranger-Gruppen, die sich insbesondere der Jugendarbeit und der Umweltschutz-Erziehung verschrieben
haben. Dennoch arbeite der Verein generationsübergreifend und es gebe auch zahlreiche Umwelt-Angebote für Erwachsene, so Ralf Péus. Mit enormem Einsatz haben die Naturranger zudem am Wasserkraftwerk Alfert “ein kleines Natur- und Umweltparadies” geschaffen - das Lokale Umwelt Zentrum (L.U.Z.), das 2019 eröffnet wurde.

Der Andreasberger Karnevalsclub (AKC) ist Träger des 3. Platzes und eines Preisgeldes von 1.000 Euro. Seit 1975 organisiert der AKC als Unterorganisation des Schützenvereins die jährliche Prunksitzung für Menschen zwischen sechs Jahren und dem Rentenalter. In Andreasberg “ist die jährliche Prunksitzung eine absolute Konstante im Dorfleben”, unterstreicht Bürgermeister Péus. Ein Alleinstellungsmerkmal in Andreasberg seien die zahlreichen Tanzgruppen in allen Altersstufen: “Dadurch wird das Zusammengehörigkeitsgefühl von Kindern und Jugendlichen, aber auch der gesamten Dorfgemeinschaft, erheblich gestärkt.” Die Verleihung des Heimatpreises, so Ralf Péus, sei nicht nur eine Anerkennung der geleisteten Arbeit, sondern ebenso “Motivation, das wichtige ehrenamtliche Engagement in Zukunft fortzuführen.” Auch im kommenden Jahr 2022 wird die Gemeinde Bestwig wieder einen Heimatpreis ausloben.

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