Mehr Windkraft in Bestwig: Gemeinderat nimmt wichtige Weichenstellungen vor

Bestwig. Mehr Windkraft im Bestwiger Gemeindegebiet - aber gleichzeitig eine gezielte Steuerung dieses Ausbaus: Das sind die Ziele, die der Bestwiger Gemeinderat für die Zukunft formuliert hat. In ihrer letzten Sitzung vor der Sommerpause haben die Bürgervertreterinnen und -vertreter nun wichtige Weichenstellungen für den Ausbau der Windenergie vorgenommen.

So haben die Ratsfraktionen mit breiter Mehrheit beschlossen, ein neues Verfahren zur Änderung des aktuellen Flächennutzungsplans einzuleiten. Das Ziel: „Wir werden der Windkraft substanziell Raum zur Verfügung stellen“, so CDU-Fraktionschef Alexander Brockhoff, "aber wir wollen das Gemeindegebiet nicht ,zupflastern‘.“ Auch SPD-Fraktionsvorsitzender Paul Theo Sommer argumentierte: „Wir wollen neue Konzentrationszonen ausweisen, um damit die Windkraft steuern zu können.“ Es gelte, auch weiter auf die Entwicklungen Einfluss nehmen zu können - „das richtige Maß zu finden“, so Paul Theo Sommer.

Das Instrument dazu: Ein Verfahren zur Änderung des Flächennutzungsplanes. Auf diese Weise können anhand eines festen Kriterienkataloges sowie einer politischen Abwägung Flächen ausgewiesen werden, auf denen Windparks entstehen können - so genannte Konzentrationszonen. Umgekehrt wären Windparks und Einzelanlagen auf allen anderen Flächen nicht möglich. Sowohl Alexander Brockhoff wie auch Paul Theo Sommer betonten, dass sie für einen Windkraft-Ausbau vor allem Flächen im Süden sowie im Westen des Gemeindegebietes favorisieren - gleichzeitig den Norden, also den Arnsberger Wald, möglichst freihalten wollen. SPD-Fraktionschef Sommer sieht gerade hier einen besonderen Natur- und Erholungsraum - zudem sei es wichtig, auch auf Ängste und Sorgen der Bürgerschaft einzugehen. Auch für Alexander Brockhoff haben Flächen im Süden und Westen aktuell Priorität. Das Planverfahren werde jedoch ergebnisoffen durchgeführt. Man werde sich auch einer Diskussion über den Arnsberger Wald nicht verschließen.

Für einen gänzlich anderen Weg plädierte Grünen-Fraktionschef Matthias Scheidt. Ein Änderungsverfahren für den Flächennutzungsplan sei „im besten Fall im Juni 2024 abgeschlossen“ - bis dahin werde es im Gemeindegebiet keine neuen Windkraftanlagen geben. Die Photovoltaik allein reiche aber für die Energiewende vor Ort nicht aus: „Dass wir uns hier so viel Zeit nehmen, ist der falsche Weg.“ Matthias Scheidt lehnte deshalb das Änderungsverfahren ab. Für das komplette Gemeindegebiet könnten dann Anträge auf Windenergieanlagen gestellt - und einzeln entschieden - werden. Bei CDU und SPD stieß dieses Konzept auf wenig Gegenliebe. Man dürfe sich nicht der Steuerung entledigen, meinte Alexander Brockhoff. Und Paul Theo Sommer unterstrich dabei im Hinblick auf die Verfahrenszeit, dass man sich beim Plan-Verfahren „an Recht und Gesetz halten muss - das dauert nun mal.“

Zuvor stellte der Gemeinderat einstimmig ein früheres Verfahren zur Änderung des Flächennutzungsplans ein. Hintergrund: Für das bereits mehrere Jahre laufende Verfahren habe sich mittlerweile „die Geschäftsgrundlage völlig geändert“, so Jörg Stralka, Leiter des Bestwiger Bau- und Umweltamtes - die rechtlichen Vorgaben für den Windkraft-Ausbau seien während der Verfahrensdauer mehrfach verändert worden, so dass der damalige Vorentwurf nicht mehr tragfähig für weitere Planungen sei.

Außerdem beauftragten die Ratsmitglieder die Gemeindeverwaltung, beim Hochsauerlandkreis die Zurückstellung eines Windkraft-Projektes bei Nuttlar zu erwirken. Dort hatte ein Investor beantragt, auf dem Suhrenberg bei Nuttlar ein rund 247m hohes Windrad zu errichten - quasi „angedockt“ an einen Windpark, der bei Antfeld auf dem Gebiet der Stadt Olsberg entstehen soll. Allerdings: Das Projekt widerspricht den Vorgaben des aktuellen Bestwiger Flächennutzungsplans, der an dieser Stelle keine Windkraft vorsieht. Außerdem könnte das Windrad der zukünftigen Flächennutzungsplanung widersprechen - „Wir können gar nicht anders, als dieses Vorhaben zum jetzigen Zeitpunkt abzulehnen“, so SPD-Fraktionschef Sommer.

Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten

Wappen der Gemeinde Bestwig

 

Die Gemeinde Bestwig besetzt zum 1. August 2023 folgenden Ausbildungsplatz:

Verwaltungsfachangestellter (m/w/d)

(Fachrichtung: Kommunalverwaltung)

 

Allgemeines zur Ausbildung

Die 3-jährige Ausbildung gliedert sich in Theorie (Berufsschule, dienstbegleitender Unterricht) und Praxis in der Gemeindeverwaltung.

Die theoretische Ausbildung erfolgt am Berufskolleg in Meschede (1 x bzw. 2 x wöchentlich). Daneben erhalten Sie durch das Studieninstitut Soest dienstbegleitende Unterweisung, ebenfalls in Meschede (14-tägig).

Die praktische Ausbildung wird nach einem Ausbildungsplan in mehreren Praxisabschnitten in den verschiedenen Abteilungen der Gemeindeverwaltung durchgeführt. Sie erwerben hierdurch die notwendigen praktischen Kenntnisse und Fertigkeiten, z.B. auch in den Bürgerdiensten.

 

Die Ausbildung endet mit der schriftlichen und praktischen Abschlussprüfung.

Einstellungsvoraussetzungen
Ausbildungsvergütung

Die Ausbildungsvergütungen betragen derzeit

 

 

im 1. Ausbildungsjahr

brutto 1.068,26 €

im 2. Ausbildungsjahr

brutto 1.118,20 €

im 3. Ausbildungsjahr

brutto 1.164,02 €

 

Zusätzliche Leistungen bei Vorliegen der Voraussetzungen

Bewerbungen von geeigneten Schwerbehinderten sind erwünscht.

 

Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen senden Sie bitte bis spätestens 12. August 2022 an die

Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen (gerne als pdf-Datei) senden Sie bitte bis spätestens 12. August 2022 an die

Gemeinde Bestwig

Rathausplatz 1

59909 Bestwig

E-Mail:  norbert.stratmann@bestwig.de

 

Fragen zur Ausbildung und zum Bewerberverfahren beantwortet Ihnen gerne

Norbert Stratmann - Telefon: 02904 987-107

.

 

Ausbildung zum Bachelor of Laws

Wappen der Gemeinde Bestwig

 

Die Gemeinde Bestwig besetzt zum 1. September 2023 folgenden Ausbildungs- bzw. Studienplatz:

Bachelor of Laws (m/w/d) 

-Inspektoranwärter-

(Kommunaler Verwaltungsdienst -  Allgemeine Verwaltung)

 

 

Allgemeines zur Ausbildung Bei der 3-jährigen Ausbildung handelt es sich um ein Duales Studium. Es erfolgt eine Ernennung zur/zum Beamtin/Beamten auf Widerruf.

Die fachwissenschaftliche Studienzeit verbringen Sie an der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung. Der Studienort wird erst später durch die Verwaltung der Hochschule bestimmt; angestrebt wird der Studienort Hagen. Studienfächer sind u.a. Verwaltungs-, Kommunal-, Staats- und Europarecht, BWL, VWL, Finanzen.

In der fachpraktischen Studienzeit in der Gemeindeverwaltung werden Sie in mehreren Praxisabschnitten in den verschiedenen Abteilungen der Gemeindeverwaltung ausgebildet.

Einstellungsvoraussetzungen
 
Anwärterbezüge

Die Anwärterbezüge nach Besoldungsgruppe A 9 betragen derzeit monatlich brutto 1.355,68 €. Zusätzlich erhalten Sie bei Vorliegen der Voraussetzungen

Der Urlaubsanspruch beträgt 30 Tage jährlich. Bewerbungen von geeigneten Schwerbehinderten sind erwünscht.

Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen (gerne als pdf-Datei) senden Sie bitte bis spätestens 12. August 2022 an die

Gemeinde Bestwig

Rathausplatz 1

59909 Bestwig

Fragen zur Ausbildung und zum Bewerberverfahren beantwortet Ihnen gerne

Norbert Stratmann - Telefon: 02904 987-107

.

 

Schwimmbad am Ostenberg: Geänderte Öffnungszeiten während der Sommerferien

Velmede. Egal, ob Sonnenschein oder Regen - das Schwimmbad Bestwig ist ein Allwetterziel für Sport- und Freizeitvergnügen. Während der Sommerferien gelten ab Montag, 4. Juli, geänderte Öffnungszeiten: Frühschwimmen ist montags von 7.30 bis 9 Uhr. Geöffnet ist dann immer montags, dienstags, donnerstags und freitags von 16 bis 20 Uhr, mittwochs von 17 bis 20 Uhr, samstags von 13 bis 17 Uhr sowie sonntags von 8.30 bis 12.30 Uhr.

Am Montag, 4. Juli, bleibt das Schwimmbad Bestwig geschlossen. Auch das dienstägliche Frauenschwimmen entfällt während der Ferienzeit.

Für die Zeit unmittelbar im Anschluss an die Sommerferien vom 25. Juli bis einschließlich 5. August, ist die jährliche Revision des Schwimmbades angesetzt. Deshalb bleibt das Bad auch in dieser Zeit geschlossen. Ab Montag, 8. August, gelten dann wieder die gewohnten Öffnungszeiten. Die Gemeinde Bestwig bittet alle Besucherinnen und Besucher um Verständnis.

Photovoltaik an der A46: Weiterer Interessent will in Bestwig erneuerbare Energie erzeugen

Bestwig. Für die geplanten Freiflächen-Photovoltaikanlagen entlang der A46 in der Gemeinde Bestwig gibt es einen weiteren Interessenten: Eine in Gründung befindliche Gesellschaft mit Sitz in Werl möchte in zwei Bereichen südlich und nördlich der Autobahn im Bereich der Rastanlagen „Am Sengenberg“ Energie aus der „Kraft der Sonne“ erzeugen.

Das wurde jetzt in der Sitzung des Bestwiger Gemeinderates bekannt. Gleichzeitig leiteten die Ratsmitglieder die nötigen bauplanungsrechtlichen Schritte ein, um den Flächennutzungsplan zu ändern und einen Bebauungsplan aufzustellen. Hintergrund: Schon im Frühjahr hatte sich der Fachausschuss einstimmig dafür ausgesprochen, den Bau von so genannten Freiflächen-Photovoltaikanlagen im Umfeld der A46 zu fördern und unterstützen. Rund 74 Hektar an Flächen sind laut einer Potentialflächenanalyse grundsätzlich dazu geeignet - unter der Voraussetzung, dass für bestimmte Areale die Einzelfallprüfungen positiv ausfallen und jeweils der Flächennutzungsplan geändert wird.

Im Mai wurde ein erstes Verfahren eingeleitet. Ein Flächeneigentümer aus Ostwig möchte auf einem rund 2,8 Hektar großen Areal südlich der A46 - aktuell eine Weihnachtsbaumkultur - eine Freiflächen-Photovoltaikanlage errichten. Nun gibt es ein zweites Vorhaben: Ein Unternehmen aus Werl will zwei Potenzialflächen im Umfeld der jeweiligen Rastanlagen für Photovoltaik nutzen - nach derzeitigem Kenntnisstand mit einer geschätzten Größe von ca. 5,28 Hektar; davon ca. 1,98 Hektar nördlich der A46 und ca. 3,30 Hektar südlich der Trasse. Den prognostizierten Jahresertrag geben die Investoren mit ca. 5.225.000 kWh an. Das würde einem Strombedarf von ca. 1.480 Zwei-Personen-Haushalten bzw. einer jährlichen CO2-Einsparung von ca. 2.930 Tonnen entsprechen.

Im Bestwiger Gemeinderat fanden die Planungen ungeteilten Rückhalt. “Die Investoren finden hier offene Türen”, betonte SPD-Fraktionsvorsitzender Paul Theo Sommer. Gleichzeitig empfahl er potenziellen Vorhabenträgern, ernsthaft auch über Modelle zur finanziellen Bürgerbeteiligung nachzudenken. Aktuell gibt es noch keine Überlegungen in diese Richtung. CDU-Fraktionschef Alexander Brockhoff würdigte den hohen Ertrag der geplanten Anlage, der ausreichen würde, einen großen Teil der Privathaushalte im Gemeindegebiet zu versorgen. Unbefriedigend sei dagegen die lange Verfahrensdauer - die allerdings rechtlich unumgänglich sei: “Eigentlich müsste man beim Bund fordern, dass es schneller geht.” Auch Matthias Scheidt, Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90 / Die Grünen, wünscht sich mehr Photovoltaik entlang der A46: “Wir können da was reißen.” Weitere Investoren seien an dieser Stelle herzlich willkommen.

Einig waren sich alle Fraktionen darin, auf lokaler Bestwiger Ebene alles zu tun, um die Verwirklichung solcher Projekte maximal zu erleichtern.

18.000 Euro: Gemeinde Bestwig fördert neue Elektroverteilung auf dem Ostwiger Sportplatz

Ostwig/Bestwig. Die Gemeinde Bestwig fördert die Grundsanierung und Erneuerung der Elektroverteilung für die Flutlichtanlagen auf der Kunstrasen-Sportanlage Ostwig mit 18.000 Euro. Das haben jetzt die Mitglieder des Bestwiger Gemeinderates einstimmig beschlossen. Damit folgten die Bürgervertreterinnen und -vertreter einem Antrag des TV Germania Ostwig.

Hintergrund: Nach dem Austausch eines durch Sturm umgeknickten Fluchtlichtmastens sowie eines Mastens, der nicht mehr mehr standsicher war, fielen größere und substanzielle Mängel in der bestehenden Elektroverteilung im Sportheim Ostwig auf. Dort wird der Betrieb der Flutlichtanlage geregelt. Im Winterhalbjahr fielen dann die Flutlichtanlagen immer mal wieder aus - eine erhebliche Behinderung für den intensiven Spiel- und Trainingsbetrieb auf der Anlage. In Gesprächen mit einem Elektrofachbetrieb wurde schnell klar, dass eine Gesamterneuerung der Verteilungsanlage stattfinden muss. Die Umsetzung hierzu soll noch in diesem Sommer erfolgen.

Der TV Germania Ostwig rechnet dabei mit Gesamtkosten von rund 20.000 Euro. Nach den aktuellen Sportförderrichtlinien können 90 Prozent davon - also 18.000 Euro - nach einer Entscheidung des Gemeinderates durch die Gemeinde Bestwig übernommen werden. Einstimmig folgten die Ratsmitglieder dem Antrag des Ostwiger Sportvereins - bis zum Beginn der dunklen Jahreszeit soll es nun wieder eine funktionssichere Flutlicht-Beleuchtung auf dem Ostwiger Sportplatz geben.

Cookie Consent mit Real Cookie Banner