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Bernhard Schaub ist neuer Ortsheimatpfleger für Andreasberg

Published: 13. Januar 2022

Andreasberg/Ramsbeck. Nicht nur mit voller, sondern sogar mit doppelter Kraft läuft ab sofort die Arbeit rund um Heimatgeschichte und -forschung in Andreasberg und Ramsbeck: Bernhard Schaub ist neuer Ortsheimatpfleger für Andreasberg, Dörnberg und Wasserfall. Er übernimmt das Amt von Anne Karen Humpert, die sich als Ortsheimatpflegerin künftig auf Ramsbeck, Berlar und Valme konzentrieren wird.
Bürgermeister Ralf Péus überreichte Anne Karen Humpert und Bernhard Schaub jetzt im Bürgersaal des Bürger- und Rathauses ihre Ernennungsurkunden. Seit 2019 war Anne Karen Humpert als Ortsheimatpflegerin sowohl für Ramsbeck wie auch für Andreasberg „zuständig“. Es sei aber eine absolut sinnvolle Entscheidung, in einem so großen Bezirk die Aufgaben aufzuteilen, so Ralf Péus - Andreasberg bekommt daher erstmals einen „eigenen“ Ortsheimatpfleger.

Die Initiative dazu ging von Anne Karen Humpert aus, die um die Begeisterung von Bernhard Schaub für die Heimatgeschichte wusste. Bei einem zufälligen Treffen war man dann über die jetzt gefundene Lösung ins Gespräch gekommen und Bernhard Schaub wurde gefragt, ob er sich die Übernahme der Aufgabe vorstellen konnte - er konnte. Der neue Ortsheimatpfleger stammt als „Ur-Andreasberger“ aus einer Bergarbeiterfamilie und ist selbst engagierter Ehrenamtler - unter anderem als Brudermeister der St.-Hubertus-Schützenbruderschaft. Bereits seit Jahren ist Bernhard Schaub zudem in der Heimatforschung aktiv - „nicht reden, sondern machen“, sagte er sich deshalb, als ihm die neue Aufgabe angetragen wurde.

Die Aufgaben eines Ortsheimatpflegers sind vielfältig. Unter anderem gehören dazu die Bereiche Natur und Landschaft, Ortsgeschichte, Boden- und Baudenkmalpflege, Baupflege, Volkskunde, Schrifttum, niederdeutsche Sprachpflege sowie die Jugendarbeit und Zusammenarbeit mit Schulen. Wichtig ist auch die Kontaktpflege: Der Ortsheimatpfleger soll neben diesen Aufgaben mit allen in seinem Bereich tätigen Heimatpflegern, Heimatvereinen und sonstigen Personen und Organisationen auf dem Gebiet der Heimatpflege zusammenarbeiten.

Das vielfältige heimatgeschichtliche Engagement mache deutlich, dass Heimatgeschichte nichts „Totes“ sei, unterstreicht Bürgermeister Péus. In den entsprechenden Netzwerken vor Ort nehmen die Ortsheimatpfleger eine zentrale Stelle ein. Gleichzeitig müsse es ein Anliegen aller Akteure sein, diesen Einsatz langfristig zu erhalten. Ralf Péus: „Es sind keine alten Dinge für alte Leute - es muss uns gelingen, Menschen vor Ort zu begeistern.“

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