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Attraktiv für Gäste und Einheimische: Ramsbeck und Ostwig weiter als Erholungsorte anerkannt

Published: 28. Februar 2022

Ostwig/Ramsbeck. Wer nach Ramsbeck oder Ostwig kommt, kann es - auf einem Stein oder an der Ortseingangstafel - nachlesen: Man ist in einem „Staatlich anerkannten Erholungsort“. Hinter diesem Titel steckt in beiden Orten jede Menge Engagement - von Bürgern, aber auch für Bürger. Nach einer so genannten „Re-Prädikatisierung“ ist Ostwig und Ramsbeck nun der Titel „Erholungsort“ erneut zuerkannt worden.

Hintergrund: Seit dem Jahr 1995 sind die beiden Dörfer „Staatlich anerkannte Erholungsorte“. In bestimmten Zeiträumen von etwa zehn Jahren wird dieses
Qualitäts-Merkmal überprüft. Ramsbeck und Ostwig hatten sich dieser Aufgabe gestellt - zum einen in Form einer Checkliste, in der die verschiedenen Anerkennungsvoraussetzungen zusammengestellt worden sind. Und zum anderen durch den Besuch eines Fachmanns der Bezirksregierung vor Ort. Dieser habe sich Ostwig und Ramsbeck „sehr genau angeschaut“, so Norbert Arens, Geschäftsführer der Touristischen Arbeitsgemeinschaft (TAG) „Rund um den Hennesee“. Zu sehen gab es dabei viel - Norbert Arens: „In beiden Orten ist in den vergangenen Jahren
sehr viel passiert.“

In Ramsbeck zum Beispiel sind es der neu gestaltete Dorfplatz mit seinen Aufenthalts- und Spielmöglichkeiten, die renaturierte Valme, Sauerländer Besucherbergwerk, Bergbau-Wanderweg und Lichterkirche; in Ostwig der Schaukelweg, der verkehrsberuhigte Marktplatz als Dorfmittelpunkt, die Ehrenamtskneipe „Kumm rin“ und das Bürgernetzwerk „Ostwig Hand in Hand“. Hinter allem stehe jede Menge bürgerschaftliches Engagement, weiß Norbert Arens: „Das Prädikat ,Erholungsort‘ ist das Ergebnis.“ Manfred Ramspott, Ortsvorsteher von Ostwig, erinnert sich: Man habe es als
Auszeichnung empfunden, als Ostwig im Jahr 1995 - Ortsvorsteherin war damals Elisabeth Pletziger - Erholungsort geworden sei: „Es war für uns ein Ruck nach vorne.“ Seitdem sei immer an der Infrastruktur gearbeitet worden.Und nicht zufällig habe man „Erholen und entdecken“ als Wahlspruch für Ostwig gewählt. Bei Gästeführungen seien die Leute „oft überrascht, was es hier alles gibt -
in Ostwig und der Gemeinde Bestwig.“ Besonders wichtig: Die Angebote nutzen nicht nur Gästen, sondern eben auch den Einheimischen.

Das kann auch Paul Schüttler, Ortsvorsteher für Ramsbeck, Berlar und Valme, bestätigen: „Der Dorfplatz wird besonders von jungen Familien hervorragend angenommen.“ Der Zugang zur Valme schaffe Erlebnischarakter; in diesem Jahr sollen beim Dorfplatz neue Spielgeräte hinzukommen. Die historische, wahrscheinlich rund 400 Jahre alte Kornmühle sei mit ihren drei Mühlrädern einzigartig. Der Verein, der das Denkmal ehrenamtlich betreibe, leiste Enormes:„Mittlerweile ist da schon die zweite Generation aktiv.“ Das Prädikat Erholungsort sei auch ein Zeichen, dass Ramsbeck den Wandel vom früheren Industrie- zum Fremdenverkehrsort sehr erfolgreich bewältigt habe, ergänzt Norbert Arens.

Stillstand soll es auch nach der „Re-Prädikatisierung“ nicht geben, unterstreichen Manfred Ramspott und Paul Schüttler. In Ostwig bereite man sich auf die Verlegung des Ruhrtal-Radwegs durch den Ortskern vor, berichtet Manfred Ramspott - neue Aktive seien in der Dorfgemeinschaft stets willkommen. Und in Ramsbeck wolle man die Herrichtung des Bähnchenweges angehen - Paul Schüttler: „Eine sehr wichtige Verbindung, die Ruhr- und Valmetal insbesondere für Radfahrer verbindet.“ Norbert Arens will die Auszeichnung besonders bei der touristischen Außendarstellung ins
Zentrum rücken: „Es ist ein Qualitätsmerkmal, ein „staatlich anerkannter Erholungsort“ zu sein - insbesondere, wenn man das aufwendige Anerkennungsverfahren kennt.“ Im gesamten Regierungsbezirk Arnsberg gibt es nur 14 anerkannte Erholungsorte. Darüber hinaus gibt es natürlich noch weitere prädikatisierte Orte von Luftkurort bis zum Heilbad.

Bürgermeister Ralf Péus würdigt besonders das ehrenamtliche Engagement, das hinter dem Prädikat stecke: „Hier zeigt sich das Ergebnis von langjährigem Einsatz für unsere Orte.“ Dabei seien die Angebote, die für Gäste und Einheimische geschaffen worden sind, nur eine Seite der Medaille. Bürgermeister Péus: „Ganz wichtig ist, dass Zusammenhalt und gemeinsames Engagement Bürgerschaften insgesamt wachsen lassen. Das ist ein enormer Schatz für die Zukunft.“

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