Bild: Logo Bestwig - Bergbau, Natur, Erlebnis
hello world!

An Schulen in Gemeinde Bestwig kehrt Normalität ein - Herausforderungen bleiben

Published: 18. Mai 2022

Bestwig. Nach mehr als zwei Jahren Lernen und Leben unter „Corona-Bedingungen“ kehrt an den Schulen in der Gemeinde Bestwig wieder so etwas wie Alltag ein. Sowohl für das Lehrpersonal wie auch für die Kinder ist das eine Erleichterung - Herausforderungen aber bleiben. Das machten jetzt die Schulleitungen in der jüngsten Sitzung des Bestwiger Schulausschusses deutlich.

Im aktuellen Schuljahr sei man jedenfalls von Schließungen und größeren Corona-Ausbrüchen verschont geblieben, berichtete Matthias Risse, Rektor der Andreas-Grundschule in Velmede: „Das ist eine wesentlich bessere Lage für die Kinder, um leben und lernen zu können.“ Die Kinder hätten sich mit großer Disziplin der Lage gestellt, die Zusammenarbeit mit den Eltern laufe gut. Die Pool-Tests hätten für den Schul-Alltag „ein hohes Maß an Sicherheit“ gegeben: „Wir sind fast schon wieder in einer Normalität angekommen.“ Allerdings: Den Kindern fehle nach zwei Jahren Pandemie „auch ein Stück Lebenserfahrung“: „Das aufzuholen wird dauern.“

„Man kann wieder Projekte angehen, die in den vergangenen beiden Jahren nicht möglich waren“, freut sich Eva-Maria Schlotmann-Griffin, Rektorin der Grundschule am Sengenberg in Nuttlar - Klassenfahrten, ein Mitmachzirkus oder auch das Mitwirken an einer Theateraufführung zum 950-jährigen Jubiläum von Nuttlar seien Beispiele. Die Pädagogin würdigte die Gutscheine aus dem NRW-weiten Programm „Ankommen und aufholen“, das Schulen helfen soll, die Folgen der Pandemie zu bewältigen. „Den Kindern kommt das zugute“, so Eva-Maria Schlotmann-Griffin - die Förderung sei in erster Linie an Kinder gegangen, deren Versetzung gefährdet sei.

Dass mit dem NRW-Landesprogramm auch Personal eingestellt werden konnte, erläuterte Anne Rath von der Wilhelmine-Lübke-Grundschule in Ramsbeck. Ein neuer Schulgarten sowie Schwimmkurse konnten auf diese Weise umgesetzt werden. Der Schwimmunterricht habe während Corona gefehlt: In einer 3. Klasse beispielsweise könnten von 17 Kindern 11 nicht schwimmen. Der Schulgarten helfe beim Erwerb von Sozialkompetenz und Gemeinschaftserlebnissen. Anne Rath plädierte dafür, auch die Bedarfe der Schule bei der Umgestaltung des nicht mehr benötigten Ramsbecker Sportplatzes zu berücksichtigen - ein Ansinnen, das Bürgermeister Ralf Péus unterstützt.

Auch Michael Aufmkolk, Leiter der Sekundarschule Olsberg-Bestwig, betonte, dass bei vielen Jugendlichen durch die Pandemie Defizite entstanden seien. Denen stelle man sich an der Schule - zum Beispiel in Form einer „Summer School“, die es 2021 während der Sommerferien gegeben habe. Alle Räume am Teilstandort Bestwig seien mit W-Lan und digitalen Tafeln ausgestattet; das Zusammenleben mit der Gesundheitsakademie, die ebenfalls im Franz-Hoffmeister-Schulzentrum untergebracht ist, sei gut. Klar sei mittlerweile auch, dass jedes Kind, das aktuell den Teilstandort Bestwig besuche, hier auch seinen Abschluss machen kann.

Ebenso sei der Bestand der drei Bestwiger Grundschulen für den Zeitraum der aktuellen Schulentwicklungsplanung - und damit bis zum Schuljahr 2027/28 - gesichert, so Roland Burmann von der Gemeinde Bestwig. Für die Velmeder Andreas-Schule sei von einer weiteren Zweizügigkeit auszugehen - bei kleinen Jahrgängen auch von einer Einzügigkeit. An der Wilhelmine-Lübke-Schule verhält es sich umgekehrt: Die Einzügigkeit wird hier die Regel sein; in Ausnahmefällen seien auch zwei Klassen denkbar. Für die Grundschule am Sengenberg prognostiziert die Gemeinde Bestwig langfristig eine Einzügigkeit.

Print Friendly, PDF & Email
chevron-down
GDPR Cookie Consent mit Real Cookie Banner