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14.974 Tage im Dienst der Bürgerinnen und Bürger: Rat verabschiedet Klaus Kohlmann

Published: 27. Juni 2022

Bestwig. Es ist schon in gewisser Weise eine Ära, die in Kürze im Bestwiger Bürger- und Rathaus endet: Exakt 46 Jahre und 30 Tage war Klaus Kohlmann für die Bürgerinnen und Bürger tätig. Nun verabschiedet sich der langjährige Allgemeine Vertreter der Bürgermeisters, Kämmerer und Leiter von Hauptamt und Finanzverwaltung aus dem aktiven Dienst. In der letzten Sitzung des Gemeinderates vor den Sommerferien wurde Klaus Kohlmann verabschiedet.

Er habe eine „Musterlaufbahn im Öffentlichen Dienst“ absolviert, würdigte Bürgermeister Ralf Péus das Wirken seines Allgemeinen Vertreters. Nach seiner Ausbildung für den gehobenen Dienst bei der Bezirksregierung Arnsberg und einem zweijährigen Abstecher nach Düsseldorf zum Landesamt für Besoldung und Versorgung trat Klaus Kohlmann am 1981 in den Dienst bei der Gemeinde Bestwig ein. Hauptamt, Sozialamt (später Bürgeramt) und dann wieder Hauptamt mit Finanzverwaltung waren hier die Stationen.

Besonders bemerkenswert: Schon im Alter von 29 Jahren urde Klaus Kohlmann erstmalig zum Abteilungsleiter bestellt, so Ralf Péus: “Allein diese Tatsache spricht schon für eine enorm hohe Fach- und Sachkompetenz.” Insbesondere in seiner Zeit als Allgemeiner Vertreter und Kämmerer habe er den Mitgliedern des Rates jederzeit gleichermaßen kompetent, verbindlich und verlässlich mit Rat und Tat zur Seite gestanden, unterstrich Bürgermeister Péus – für 14.974 Tage im Dienst der Gemeinde Bestwig sowie ihrer Bürgerinnen und Bürger gelte es Dank zu sagen.

Auch als Kämmerer habe Klaus Kohlmann Spuren hinterlassen. Mit großer Weitsicht, hoher Fachkompetenz, großer Verlässlichkeit und angezeigter Vorsicht habe er in all den Jahren die Finanzwirtschaft der Gemeinde Bestwig vorbildlich geführt, betonte Ralf Péus: “Die Zahlen der Jahresabschlüsse sprechen ebenso für sich wie ein Blick auf die aktuelle Rücklage sowie die Tatsache, dass die Gemeinde weit früher als erwartet, den Weg der Haushaltssicherung verlassen konnte.”

Klaus Kohlmann selbst dankte den Mitgliedern des Gemeinderates für eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Man habe in all den Jahren vor zahllosen Aufgaben und Herausforderungen gestanden – als Beispiele nannte Klaus Kohlmann den Zuzug der Spätaussiedler in den 90-er Jahren, den Zustrom von Flüchtlingen der Balkan-Kriege, die Wiedervereinigung, die Umsetzung der Hartz-IV-Gesetze, die Einführung des Neuen Kommunalen Finanzmanagements (NKF) sowie die Integration von Kriegsflüchtlingen aus Syrien und aktuell aus der Ukraine. Zudem habe die Verwaltung als solche einen Wandel durchgemacht – hin zu einem Dienstleistungsunternehmen, das weniger verwalte und mehr gestalte. Die Digitalisierung sei die nächste große Aufgabe, die sich nun in der Umsetzung befinde.

Sowohl den Ratsmitgliedern sowie auch dem Team der Gemeindeverwaltung wünschte Klaus Kohlmann eine gute Hand. Auf dem Platz von Klaus Kohlmann wird dann während der Ratssitzungen Roland Burmann als dessen Nachfolger sitzen. Sandra Fischer übernimmt dann dessen Aufgaben als neue stellvertretende Abteilungsleiterin.

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