Jahresrückblick 2011

Der erste Schnee ist gefallen, die Tage sind gefüllt mit allerlei Aktivitäten, es gilt schnell noch dies und das zu erledigen, bevor das Jahr zu Ende ist. Der Jahreswechsel ist eine „magische Grenze“. Vieles wollen wir bis dahin vom Tisch haben, um mit allerlei guten Vorsätzen ins neue Jahr zu starten. Nehmen wir uns einen Moment Zeit, die zurückliegenden Monate Revue passieren zu lassen und uns die wesentlichen Ereignisse noch einmal ins Gedächtnis zu rufen.

 

In den letzten Wochen erreichten uns immer wieder Meldungen über das Für und Wider zum Bau des Ferienparks in Andreasberg. Die Argumente der Gemeinde, die die Investition als willkommene und dringend notwendige Wirtschaftförderung sieht. Und die Gegenargumente der Bezirksregierung, die Sorge hat, dass die Infrastruktur in des kleinen Ortes für eine solche Zahl an Urlaubern nicht ausgelegt ist. Ich sehe in dem Ferienpark für Bestwig eine große Chance, sich weiter zu entwickeln und das wirtschaftliche Standbein Tourismus weiter auszubauen. Auch für den Fortbestand des Freizeitparks Fort Fun, unser toutisisches Highlight in Bestwig schlechthin, ist dieser Ferienpark sehr wichtig.

 

Eine Gesellschaft will 60 Millionen investieren und harrt acht Jahre aus, um ihr Vorhaben mit ungewissem Ausgang voranzutreiben. Die lokale Politik verhandelt, plant und entwickelt über acht lange Jahre hinweg. Und dann soll „plötzlich und unerwartet“ alles vom Tisch sein? Wurden diese Bedenken nicht früher geäußert? Und wenn ja: warum nicht klar und in aller Deutlichkeit?

 

Meine Achtung gilt dem Investor, der nach all diesen Bemühungen immer noch an seinem Vorhaben festhält. Und sie gilt den Politkern und Bestwiger Bürgern, die sich engagiert weiterhin für das Projekt starkmachen.

 

Die Frage, wie viele Ferienparks das Sauerland braucht und vertragen kann, kann ich an dieser Stelle nicht beantworten. Doch eines ist klar: Ein großes, gut aufgestelltes touristisches Angebot bringt die gesamte Region voran. Konkurrenz belebt das Geschäft und verbessert die Qualität insgesamt. Vor diesem Hintergrund kann ich die Bedenken einiger Gemeinden, die sich gegen einen weiteren Ferienpark im Sauerland aussprechen nicht teilen. Wenn ein bestehender Park Schwierigkeiten hat, seine Betten zu füllen, muss er sich selbst auf den Prüfstand stellen. Es müssen Schwächen ermittelt und beseitigt sowie die Chancen erkannt und genutzt werden. Die Antwort kann und darf nicht sein, neue Projekte dieser Art zu unterbinden. Das würde die gesamten Region als touristische Destination zum Stillstand verurteilen. Und der ist bekanntlich Rückschritt.

 

Ich kann nur hoffen, dass die Verantwortlichen die Zeit bis zur nächsten Entscheidung nutzen werden, um ihre Gedanken zu ordnen und gegebenenfalls neue Wege zu finden, dieses wichtige Projekt doch noch zu realisieren.

 

In den zurückliegenden Monaten war der Vorstand der Werbegemeinschaft Bestwig in gewohnter Weise aktiv. Nach der Jahreshauptversammlung im Februar bereiteten viele Geschäfte ihren Kunden eine süße Überraschung. Zu Ostern verteilten sie wieder tausende Überraschungseier.

 

In Kooperation mit der Dorfgemeinschaft Velmede feierten die Werbegemeinschaft und alle Bestwiger am 14. und 15. Mai das Jubiläum „820 Jahre Velmede“ mit Bauernball und Bauernmarkt.

 

Traditionell fand im Spätherbst der Gastgarten mit verkaufsoffenem Sonntag statt. An unterschiedlichen Aktionsplätzen im Kern der Gemeinde boten die Veranstalter, Werbegemeinschaft und Gemeinde, Musik, kulinarische Angebote, Unterhaltung und Einkaufserlebnis.

 

Das Weihnachtsgewinnspiel lief abermals sehr erfolgreich. 8.000 Wunschzettel haben die Betriebe verteilt. Acht glückliche Gewinner bekamen ihre Wünsche erfüllt. So bereitete die Werbegemeinschaft pünktlich zum Fest große Freude.

 

Seit über 10 Jahren hat die Werbegemeinschaft immer wieder nach Lösungen gesucht, eine eigene Weihnachtsbeleuchtung für Bestwig zu installieren. Dies ist uns in diesem Jahr gelungen. Über 20 Sterne strahlen nun hell über Bestwigs Geschäften. Der Anfang ist gemacht, die Werbegemeinschaft wird in den folgenden Jahren weitere Sterne anschaffen und die Bestückung der Straßenlampen Jahr für Jahr vorantreiben.

 

An dieser Stelle auch ein Dankeschön an alle Sponsoren und Gönner, die dieses Projekt unterstützt haben. Bedanken möchte ich mich auch bei dem Vorstand und den Mitgliedern der Werbegemeinschaft, bei der Dorfgemeinschaft Velmede für die gute Zusammenarbeit im Rahmen des Bauernmarktes sowie bei allen Vereinen und der Gemeindeverwaltung für die gute Zusammenarbeit in den letzten Monaten.

 

Im Namen der Werbegemeinschaft wünsche ich allen Gästen und Bewohnern der Gemeinde Bestwig ein friedvolles, gesegnetes Weihnachtsfest und ein gesundes glückliches und erfolgreiches Jahr 2012.

 

Olaf Badelt

  1. Vorsitzender Werbegemeinschaft Bestwig