Bestwig. Egal, ob im Beruf, in der Familie, im Freundeskreis und an vielen anderen Stellen: Frauen „stehen ihre Frau“. Bemerkt wird das aber nicht immer, weiß die Diplom-Psychologin, Publizistin und Trainerin Dr. Susanne Altweger aus Neuss. Deshalb rät sie, statt - falscher - Bescheidenheit auf eine „Gewinn-Strategie“ zu setzen.

Das jedenfalls war ihr Appell an rund 130 Zuhörerinnen beim Bestwiger Frauenfrühstück. Voraussetzung für eine positive Wirkung: Frauen müssen sich zunächst einmal selbst als das „starke Geschlecht“ wahrnehmen. Und sie sollten stolz auf das sein, was sie Tag für Tag „stemmen“: „Leiste gute Arbeit und rede darüber“, so der Rat von Susanne Altweger. „Netzwerken“ und „Selbst-PR“ seien enorm wichtig, um positiv wahrgenommen zu werden. Dazu gehöre auch eine klare Sprache, die man als selbstsichere Person gebrauchen sollte - ebenso eine feste Stimme und eine deutliche Körpersprache. Wenn man gelobt werde, ist es nicht richtig, dieses Lob abzutun - Susanne Altweger: „Nehmen sie dieses Lob bewusst wahr.“ Starke und selbstsichere Frauen sollten sich ein Markenzeichen zulegen oder - noch besser: „Werden sie selbst zum Markenzeichen!“

Selbstsicherheit, so die Fachfrau, sei gut für die Seele. Beim Bestwiger Frauenfrühstück gibt es das traditionell in Kombination mit „Gutem für den Leib“ - und zwar in Form eines leckeren und abwechslungsreichen Frühstücks, das die Gleichstellungsbeauftragte Monika Kreutzmann ihren rund 130 Gästen aus der Gemeinde Bestwig und Umgebung vorbereitet hatte. Bei vielen Frauen habe die Veranstaltung mittlerweile einen festen Platz im Terminkalender gewonnen, weiß Monika Kreutzmann - wohl nicht zuletzt, weil die Mischung aus Unterhaltung, Information und Austausch einfach „stimme“. „Bei aller Belastung im Alltag ist es wichtig, sich manchmal eine Auszeit zu gönnen - und eben dazu will das Frauenfrühstück einen Beitrag leisten.“