Bestwig. Ärger bei ehren- und hauptamtlichen Umweltschützern in der Gemeinde Bestwig: Bislang unbekannte Täter haben das Insektenhotel im Hennenohl beschädigt und Nistmaterial für die Tiere verbrannt. Die Gemeinde Bestwig hat eine Belohnung von 200 Euro für Hinweise ausgesetzt, die zu dem oder zu den Tätern führen.

Hintergrund: Bei der Renaturierung des Hennenohls vor wenigen Jahren ist auch das große Insektenhotel entstanden - in Zusammenarbeit von ehrenamtlich aktiven Mitgliedern des Angelvereins ASV Bestwig und den Bestwiger Naturrangern sowie dem Team des Bauhofes der Gemeinde Bestwig. Seitdem ist das urige und interessante Bauwerk Ziel von großen und kleinen Besuchern geworden: Große, die sich hier über heimische Insektenarten informiert haben, und „kleine“, die das Insektenhotel als „Unterkunft“ und Ort für das Brutgeschäft genutzt haben.

Nun haben die bislang unbekannten Vandalen am Wochenende von Samstag, 21. April, bis Sonntagvormittag, 22. April, das Gittermaterial am Insektenhotel abgerissen und die verschiedenen Holzmaterialien, die dort Lebensort für Insekten waren, verbrannt. Eine Feuerstelle befand sich in direkter Nachbarschaft des Insektenhotels.

 

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Bislang unbekannte Täter haben das Insektenhotel im Hennenohl beschädigt und Teile des Nistmaterials verbrannt.

Die Gemeinde Bestwig hat eine Belohnung von 200 Euro für Hinweise ausgesetzt.

Bildnachweis: Gemeinde Bestwig

 

Der Vorfall sei gleich aus zwei Gründen besonders ärgerlich, unterstreicht Friedhelm Koch, Umwelt-Ingenieur der Gemeinde Bestwig: Zum einen gehe es hier auch um ehrenamtliches Engagement für den Umweltschutz, das - im wahrsten Sinn des Wortes - in Flammen aufgegangen ist. Und zum anderen haben zahlreiche Insektenarten mit ihrem Brutgeschäft begonnen: „Man muss also davon ausgehen, dass eben nicht nur Holzmaterialien verbrannt worden sind, sondern lebende Tiere.“

Am gleichen Wochenende haben Passanten beobachtet, dass in einem schwer einsehbaren Bereich des Hennenohls - illegal - gezeltet worden ist. Das entsprechende Areal kann nur von der Nordseite der Ruhr ungehindert eingesehen werden. Ob beide Sachverhalte in einem Zusammenhang stehen, ist bislang nicht bekannt.

Die Gemeinde Bestwig hat eine Belohnung von 200 Euro für Hinweise ausgesetzt, die zu dem oder den Tätern führen. Entsprechende Hinweise nimmt die Gemeindeverwaltung telefonisch unter 02904/987-151 entgegen.

Die Gemeinde Bestwig werde auch weiter konsequent gegen Vandalismus vorgehen, unterstreicht Bürgermeister Ralf Péus: „Die Beseitigung solcher Schäden verursacht Kosten - und das ist Geld, das letztlich alle Bürgerinnen und Bürger zu tragen haben.“ Deshalb ist man im Bürger- und Rathaus stets dankbar für Hinweise aus der Bürgerschaft, die bei der Aufklärung solcher Fälle helfen. Ralf Péus: „Jeder kann so dazu beitragen, ein gepflegtes Ortsbild und den Wert von Anlagen für die Öffentlichkeit zu erhalten.“