Entwicklung der Bevölkerung:
Die Entwicklung und die Struktur der Bevölkerung ist ein entscheidender
Faktor für alle Bereiche der Gemeindeentwicklung.
Am 31.12.2001 waren in der Gemeinde Bestwig insgesamt 12.000
Einwohner mit Hauptwohnsitz gemeldet.
Seit der Volkszählung 1987 (11.318 EW) ist die Einwohnerzahl um 6% gestiegen. Die Entwicklung ist von 1987-2001 aber nicht stetig positiv verlaufen, denn von 1987-1996 ist die Einwohnerzahl zwar auf 12.261 EW gestiegen, aber seit 1997 ist sie um 2% gesunken.
Einwohnerentwicklung:
Im regionalen Vergleich hat sich die Entwicklung der Einwohnerzahlen in Bestwig in der Vergangenheit schwächer vollzogen als in der Region:
Während der durchschnittliche jährliche Bevölkerungsanstieg von 1987-2001 im Hochsauerlandkreis 0,56% / Jahr, im Regierungsbezirk Arnsberg 0,38% / Jahr und in NRW 0,55% / Jahr betrug, wurde in Bestwig ein durchschnittliches Wachstum von 0,42 % / Jahr erreicht.
Das bedeutet, daß die bestehenden Potentiale, welche auf Kreisebene bestehen, offensichtlich nicht ausgenutzt wurden und Zuzüge in die Region sich demnach auf andere Städte und Gemeinden des Hochsauerlandkreises verteilten.
Bevölkerungsentwicklung:
Die aktuelle (1996-2000) durchschnittliche jährliche Bevölkerungsentwicklung
stellt ein negatives Wachstum in der gesamten Region des Hochsauerlandes dar (Bestwig -0,15%, HSK -0,15%, Reg.bez. Arnsberg -0,12%). In NRW hingegen vollzieht sich ein positives Wachstum von 0,13%. Das bedeutet, daß die gesamte Region im Gegensatz zum Land NRW aktuell mit Einwohnerverlusten zu kämpfen hat und Bestwig somit keine Ausnahme darstellt.
Natürliche Bevölkerungsentwicklung:
Die Bevölkerungsentwicklung wird zum einen durch die natürliche
Bevölkerungsentwicklung –Lebendgeborene und Gestorbene– bestimmt:
Diese zeigt von 1987-2001 einen fast durchgängig positiven
Saldo. Innerhalb dieser Zeit ist aufgrund von Geburtenüberschüssen
eine Bevölkerungszunahme von 440 EW (durchschnittlich 29 EW/
Jahr) zu verzeichnen. Aktuell läßt sich jedoch eine zunehmend rückläufige
Geburtenrate beobachten.
Im regionalen Vergleich beträgt der Überschuss der Geburten (+) bzw. Sterbefälle (-) für den Zeitraum 1996-2000 in Bestwig +1,2 je 1000 EW/ Jahr. Bestwig verfügt damit über eine positivere Bilanz im Vergleich zum Hochsauerlandkreis (+0,5 je 1000 EW/ Jahr). Im Regierungsbezirk und im Land NRW ist sogar ein negativer Trend von -1,2 bzw. -0,4 je 1000 EW/ Jahr zu verzeichnen.
Ausländeranteil:
Bei Betrachtung der Nationalität der Bestwiger Bevölkerung ist auffällig, daß der Anteil der Ausländer an der Gesamtbevölkerung Bestwigs im Jahr 2000 mit 12,3% vergleichsweise hoch ist (HSK: 7,5%, NRW: 11,1%).
Altersstruktur:
Beim Altersaufbau in Bestwig ist zu erkennen, daß die Altersgruppe der 18- bis 45-jährigen –die potentielle Elterngeneration der zukünftigen Neugeborenen– mit einem Anteil an der Gesamtbevölkerung von rund 39% noch gut besetzt ist, doch zukünftige Rückgänge in der „Bevölkerungspyramide“ deutlich absehbar sind, denn es zeichnet sich ab, daß die Rückgänge der Geburtsjahrgänge ab 1970 (u.a. durch den „Pillenknick“) ein geringeres „Geburtenecho“ mangels Masse nach sich ziehen. Damit verdeutlicht die „Bevölkerungspyramide“, daß auch in Bestwig der Trend zur „Überalterung“ der Bevölkerung zunehmend Thema sein wird.
Im regionalen Vergleich der Altersgruppenverteilung für das Jahr 2000 zeigt sich für Bestwig mit 22,2% jedoch ein überdurchschnittlich hoher Besatz der „jungen“ Altersklassen (HSK: 21,3%, Reg.bez. Arnsberg: 19,2%, NRW: 19,4%). Dieses ist Indikator für zahlreiche junge Familien, die ihren Wohnort in Bestwig gefunden haben. Auf der anderen Seite zeigt sich mit 46,8% ein schwächerer Besatz bei den 30- bis 65-jährigen (HSK: 47,6%, Reg.bez. Arnsberg: 49,8%, NRW: 50,1%) sowie mit 16,9% bei den Senioren (HSK: 17,4%, Reg.bez. Arnsberg: 17,5%, NRW: 17%).






