Rauchgaskamin am Bastenberg
Der Rauchgaskamin ist ein Relikt aus der Bergbauzeit.
Von hier hat man eine gute Aussicht über das Valmetal am Fuße des Kamins.
1815 wurden unter preußischer Verwaltung die vielen Einzelgewerke des Bergbaus in Ramsbeck zur "Gewerkschaft zu Ramsbeck" zusammengefasst .
Diese Gewerkschaft modernisierte den Ramsbecker Erzbergbau. Ebenso entstand am Fuße des Bastenberges eine Bleihütte, die 1907 stillgelegt und in der Folgezeit abgebaut wurde. Die jährliche Produktion betrug bei einer Belegschaft von 30 Personen 490 Tonnen.
Die giftigen Abgase dieser Bleigrube wurden durch einen z.T. zweizügigen Fuchs den Bastenberg hinaufgeleitet, um anschließend durch den Rauchgaskamin auf dem Bastenberg in die Atmophäre zu gelangen.

Der Fuchs wurde zum Teil zweizügig geführt, damit er regelmäßig entstaubt werden konnte. Diese Arbeiten wurden von Arbeitern durchgeführt, die als Lohnzulage Lebensmittel, z.B. Speck erhielten. Das in dem Fuchs ausgefallene Bleiglanz, ein giftiges Abfallprodukt der Bleihütte, wurde gesammelt und in Ramsbeck durch einen örtlichen Maler als Grundsubstanz zur Farbenherstellung weiterverwendet.


