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Ramsbeckit: Leuchtend grünes Mineral künftig im Besucherbergwerk zu sehen

Mittwoch, 31. Mai 2017

Ein großes Stück Gestein mit Ramsbeckit ist jetzt im Sauerländer Besucherbergwerk zu sehen: Friedel Pfeiffer (re.) überreichte das Exponat gemeinsam mit Enkelin Cordelia und Enkel Torben an Museumsleiter Dr. Sven-Hinrich Siemers.

Ramsbeck. Mit seiner leuchtend hellen grün-blauen Farbe wirkt das Mineral fast exotisch - der Name aber macht deutlich, dass dieses kleine Wunder der Natur seinen Ursprung im Sauerland hat. Ramsbeckit heißt das Kristall, das bei seiner Erstbeschreibung im Jahr 1983 im Bastenberg gewonnen worden ist. Und künftig können Interessierte ein großes Stück Gestein mit Ramsbeckit in der Mineraliensammlung des Sauerländer Besucherbergwerks (SBW) bestaunen.

Bisher verfügte das Museum nur über ein winziges Stückchen Ramsbeckit. Nun hat das Museum hat ein deutlich größeres Exponat von dem Mineralien-Sammler und -Fachmann Friedel Pfeiffer aus Hohenahr-Erda erworben. Möglich wurde das durch eine Spende des Rotary-Clubs Meschede-Warstein. Friedel Pfeiffer ist sozusagen auch einer der „Entdecker“ des Ramsbeckits - also derjenige, der das Mineral erstmals wissenschaftlich beschrieben hat.

„Jetzt hat man richtig was zu sehen“, freut sich Museumsleiter Dr. Sven-Hinrich Siemers. Denn Ramsbeckit in einer solchen Größenordnung ist schon eine Seltenheit. Üblicherweise sind die Kristalle weniger als ein Millimeter groß und somit nur unter starker Vergrößerung oder auf Spezialfotos erkennbar. „Das Besondere ist, dass wir hier die Typlokalität sind“ - in der Geologie wird damit der Ort bezeichnet, von dem ein Mineral für dessen erstmalige wissenschaftliche Beschreibung stammt. Nun könne man an der Typlokalität erstmals selbst Ramsbeckit ausstellen, so der Museumsleiter. Wie alt der Ramsbeckit ist, sei kaum zu bestimmen, so Mineralien-Experte Pfeiffer. Sicher sei jedenfalls, dass es am Fundort erst nach Ende der dortigen Bergbau-Aktivitäten entstanden sei: „Und das ist etwa 400 Jahre her.“ Wenn die Umgebungsbedingungen stimmen, können sich solche Mineralien innerhalb von vergleichsweise kurzen Zeiträumen bilden.

„Gegenstücke“ zum Ramsbeckit, das nun im Sauerländer Besucherbergwerk ausgestellt wird, befinden sich übrigens in Braunschweig, Göttingen sowie an der Sorbonne-Universität in Paris - „schließlich müssen solche Minerale auch für Forschungszwecke zugänglich sein“, weiß Friedel Pfeiffer. Nun wird das neue Exponat in Ramsbeck katalogisiert und zudem aufwändig fotografiert. So sollen die Eigenschaften des Kristalls besonders gut sichtbar werden, erläutert Museumsleiter Dr. Siemers.

Das Sauerländer Besucherbergwerk ist täglich außer montags von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Letzte Einfahrt ist gegen 16 Uhr. Weitere Informationen gibt es unter www.sauerlaender-besucherbergwerk.de im Internet.