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Veleda im sauerländischen Kalifornien

Donnerstag, 20. April 2017

Uwe Diekmann, Dr. Sven-Hinrich Siemers, Christian Bode, Manuel Dech & Meinolf Fischer nach der Befahrung der Veledahöhle.

Ramsbeck/Velmede. Im Vorfeld zum Saisonbeginn in der Veledahöhle in Bestwig-Velmede kooperieren die Höhlenführer und das Sauerländer Besucherbergwerk in Ramsbeck. Bei zwei gemeinsamen Terminen in der Veledahöhle ergänzten die Mitarbeiter des Besucherbergwerks sowie die ehrenamtlichen Höhlenführer ihr Fachwissen gegenseitig.

So konnten die Archäologen Dr. Sven-Hinrich Siemers und Dr. Ines Siemers-Klenner z.B. den neuesten Stand der Forschungen zu den menschlichen Knochenfunden erläutern.  Die ehemals auch als „Menschenfresser-Funde“ gedeuteten Knochen aus der Höhle erscheinen damit in neuem Licht. Kulturwissenschaftler Manuel Dech und Geologiespezialist Uwe Diekmann erläuterten z.B. die Eisenerzadern in der Höhle sowie die Lage in einem Bergwerksfeld.

Im Gegenzug erhielten die „Bergleute“ eine profunde Einführung die Höhlenkunde sowie die Nachkriegsgeschichte, vor allem durch Franz Stratmann, Christian Bode und weitere Höhlenführer. Peter Eikeler referierte am historischen Ort über die bekannten Fakten zur germanischen Seherin Veleda.

Neben der gegenseitigen Weiterbildung tragen die Treffen – die in Zukunft fortgesetzt werden sollen – auch zur gegenseitigen Bewerbung der beiden Bestwiger Tourismusattraktionen bei. So stand die Veledahöhle ja am Beginn der touristischen Erschließung des Sauerlandes in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Bereits Annette von Droste-Hülshoff berichtete begeistert vom Besuch des lieblichen Velmede und seiner Höhle.

Historischer Bergbau auf Eisen ist südlich Velmedes anzunehmen. Die Salpetergrube des Freiherrn von Ketteler dürfte vermutlich die Fledermaus- und Vogelexkremente der Veledahöhle ausgebeutet haben. Insofern dürfte sich auch ein gemeinsames Forschungsinteresse für die kooperierenden Denkmäler und ihre Mitarbeiter ergeben.