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Schulzentrum: Videoüberwachung zeichnet mutmaßliche Einbrecher auf

Freitag, 03. Februar 2012

Minutiös hat die Video-Überwachung am Franz-Hoffmeister-Schulzentrum das Vorhaben der beiden jungen Männer festgehalten.

Bestwig. Das hatten sich die beiden jungen Männer wahrscheinlich anders vorgestellt: An einem Abend im Dezember haben sie versucht, durch ein Fenster in die Verwaltung des Bestwiger Franz-Hoffmeister-Schulzentrums einzudringen. Pech für sie: Die am Schulzentrum installierte Video-Überwachung hat ihr - gescheitertes - Vorhaben minutiös aufgezeichnet. Und bei der Kreispolizeibehörde ist man optimistisch, die beiden Täter nun dingfest machen zu können.

Detailliert ist auf den Überwachungs-Videos zu erkennen, wie die beiden jungen Männer zunächst mehrfach an dem Gebäude entlang gehen und prüfen, ob Fenster geöffnet werden können. Schließlich verlassen sie das Schulgelände, um wenige Minuten später mit einem Brecheisen zurückzukehren. Sie versuchen, das Fenster zum Büro der Schulleiterin aufzustemmen - doch schon während des Einstiegs wird Alarm ausgelöst, so dass sie sofort wieder das Weite suchen.

Vor einigen Jahren hatte die Gemeinde Bestwig am Franz-Hoffmeister-Schulzentrum eine Videoüberwachung installiert. Verschiedene Bereiche des Schulgeländes werden dabei zu unterschiedlichen Tageszeiten überwacht. Die Aufzeichnungen zum Tathergang hat die Schulleitung der Polizei zur Verfügung gestellt. Nach Angaben der Kreispolizeibehörde gibt es bereits klare Verdachtsmomente; weitere Auswertungen der Überwachungsvideos erfolgen zurzeit in einem Speziallabor. „Die Polizei ist sehr optimistisch, die Täter anhand dieser Videos überführen zu können“, so Karin Borggrebe, Schulleiterin der Realschule.

Auf die jungen Männer werden dann erhebliche Unannehmlichkeiten zukommen. Neben der Strafanzeige wegen ihres Einbruchs wird die Gemeinde Bestwig auch zivilrechtlich gegen sie vorgehen, um sie für die Schäden am Schulgebäude, die bei ihrem Vorhaben entstanden sind, zur Verantwortung zu ziehen. „Wenn Grenzen in einer solchen Weise überschritten werden, ist das nicht hinnehmbar“, ist auch die Ansicht von Bürgermeister Ralf Peus.

Gemeinsam wollen Gemeinde, Polizei und Schulleitungen  gegen weiteres Fehlverhalten am Franz-Hoffmeister-Schulzentrum mobil machen - auch mit Hilfe der Videoüberwachung. Zwar sei es ausdrücklich erwünscht, so die Schulleitung, dass Jugendliche das Schulgelände auch nach Unterrichtsschluss als Treffpunkt nutzen. Keinesfalls dürfe das aber dazu führen, dass es zu Verschmutzungen, Glasbruch, Randale oder Alkoholkonsum komme - „unsere Schulordnung ist ein Regelwerk für das Zusammenleben hier. Und das gilt auch nach Schulschluss.“ So herrsche auf dem kompletten Schulgelände ein Alkoholverbot - zudem seien die hohen Kosten für Reinigung und Reparaturen, die nach entsprechenden Zusammenkünften dort anfallen, ein echtes Ärgernis. „In Zukunft  soll  jedes Vergehen zur Anzeige gebracht werden; auch Anwohner und Spaziergänger sind angehalten, sich an die Polizei zu wenden“, so Polizeihauptkommissar Rudolf Figgen. Am runden Tisch ist man sich einig: „Wir sehen unser Schulzentrum als Ort für Leben und Lernen - und als einen Ort, an dem sich die Schülerinnen und Schüler wohlfühlen sollen. Wenn wir gegen Verschmutzungen und Randale vorgehen, ist das ein Beitrag dazu.“